Teenager das Leben
Life

Das Leben mit einem Teenager

Und schon kreischen manche Eltern auf, seufzen, jammern und denken sich, hoffentlich ist die Zeit bald rum.

Mir kommt dabei immer wieder der Satz meines Papas in den Kopf: Ich wünsche dir ein Kind, das mindestens genauso anstrengend wie du bist!

Tja Papa, es tut mir leid, aber der Wunsch wurde dir nicht zu 100% erfüllt. Gott sei Dank

Denke ich an meine Zeit als Teenager zurück, Holla die Waldfee, ich wäre schon ausgewandert oder in der Klapse gelandet. Ja, ich war ein böses Mädchen, anstrengend und habe wirklich mehr als einmal meine Grenzen überschritten. Doch heute geht es nicht um mich, nein, sondern um das Leben mit meinem kleinen Monster, namens Teenager.

Das Leben mit einem Teenager!

Leider kann ich nicht wirklich großartig mitreden, denn ich habe einen untypisch typischen Teenager zuhause. Was das heißt, meine Tochter ist nicht so wie Andere in ihrem Alter. Grund dafür ist sind auch ihre Einschränkungen, die sie hat. Sie ist anders und mit Erwachsenen aufgewachsen. Da ich mit 18 Mama wurde (hier habe ich berichtet), war in unserem Freundeskreis niemand mit Kindern. Wir haben sie also oft mitgenommen oder Freunde waren bei uns, alles erwachsene Personen. So ist sie aufgewachsen und das hat man gemerkt. Mit 4 Jahren hat sie einen schon Sprüche ums Ohr geworfen. Mit 6 gesprochen wie ein altes Waschweib und war ihrer Zeit voraus. Besser gesagt, den anderen Kindern voraus. Das diese es natürlich nicht verstanden und sie somit leider ohne Freunde war, ist die traurige Kehrseite davon. Sie hat sich immer schon lieber mit Erwachsenen umgeben und unterhalten, denn mit ihnen konnte sie vernünftig sprechen und diskutieren.

Mittlerweile suchen sogar Erwachsene ihre Nähe und sprechen gerne mit ihr. Sie hat eine offene und freundliche Art, ein Wissen (solange es sich um etwas handelt, das sie auch interessiert), das ich selten gesehen habe. Mit 9 Jahren hat sie sich die Galileo Sendungen regelrecht reingesaugt und das weiß sie bis heute noch, was sie damals aufgenommen hat. Mathe ist ihr persönlicher Feind, aber von wem nicht!

Dementsprechend war sie eigentlich eher von der ruhigen Sorte. Ich bin in der Erziehung etwas altbacken und gewisse Rituale und Regeln sind mir heilig. So musste sie in der Volksschule (Grundschule) um spätestens halb 8 im Bett sein. Danach durfte sie bis halb 9 aufbleiben. Jetzt geht sie in die polytechnische Schule (hat schon 11. Schulstufe wegen ihres sonderpädagogischen Förderbedarfs) und muss unter der Woche um 9 ins Bett gehen. Ich mache das auch, weil sie am Morgen ansonsten wie gerädert ist und sie sogar manchmal Fieber bei Schlafmangel bekommt.

Typisch Teenager…

Doch einige typischen Teenager Macken hat sie dann doch und die können einen wirklich in den Wahnsinn treiben. Komischerweise lässt sie die immer dann raus, wenn ich nicht wirklich mental fit bin dafür und einen anstrengenden Tag hatte. Ob das Absicht ist? Karma zwecks Spruch meines Papas?

Sie ist extrem faul und man muss ihr fast schon einen Fußtritt geben, damit sie nicht auf dem Sofa fest klebt.

Ihre Devise, ich muss nicht aufräumen, wenn ich erst gar nichts herräume. An sich löblich, aber dazu zählt leider keine Kleidung. Diese wird einfach irgendwo im Zimmer abgelegt und vergessen. Ihr Pyjama auf dem Schreibtischsessel und dort bleibt er tagelang liegen. Sie zieht sich lieber einen Neuen an, bevor sie den sucht, denn der Sessel steht am Ende des Zimmers und der Kleiderschrank ist gleich beim Eingang. Logische Schlussfolgerung, kürzerer Weg, kürzere Bewegung *gg*

Ab und zu mault und motzt sie zurück, wenn ihr etwas nicht in den Kram passt. Hier muss ich aber dann meist nur ihren Namen in einer bestimmten Tonart sagen, und sie entschuldigt sich sofort. Oft darf ich nicht mehr mit, denn mit Mama wohin ist ja sowas von mega uncool und peinlich, besonders wenn Freunde mit sind. Hat sie kein Geld eingesteckt, dann ist es aber wieder recht, wenn ich mitgehe. Kleidung wird von mir ausgeliehen, da sie schon die selbe Größe hat und manchmal sehe ich es auch nie wieder!

Wenn ich jedoch das Ganze sehe, dann sehe ich einen untypischen Teenager der hier und da dann doch typisch ist. Ob es nun positiv oder negativ ist, keine Ahnung, sie wird ihren Weg schon gehen. Ich kann sie nur darauf vorbereiten, zum Teil, denn schwer wird es mit Sicherheit werden.

Wie sieht es bei euch aus, habt ihr auch einen Teenager zuhause?

Leseratte, Hobbyfotografin, Globetrotter und Hobbyköchin aus Leidenschaft. Immer auf der Suche nach Neuem und Interessanten. Kreativität, Begeisterung, Liebe und meine Familie machen mein Leben so bunt. Ab und zu bin ich etwas verrückt also nicht wundern!

56 Comments

  • Beauty and Pastels

    Hey liebe Tanja,
    mir ging das ähnlich wie Dir, hab meinen Sohn bereits mit 16 bekommen und er sprach und diskutierte auch schon so früh durch den Umgang mit Erwachsenen. Ich habe die Teenie-Zeit bei meinen beiden Kindern als gar nicht schlimm empfunden. Sie waren viel problemloser als ich es früher war.
    Liebe Grüße

  • Anja

    Hallo liebe Tanja,
    ich habe eigentlich schon fast zwei Teenager. Meine Große ist 15 und die Kleine ist 9. Die Kleine ist in der Vorpubertät und die Große mitten in der Pubertät und Du kannst mir glauben, dass das kein Spaß ist. Die Kleine ist zudem extrem faul. Tja, nur noch 9 Jahre..denke ich immer.
    Liebe Grüße
    Anja

  • Mimi Sunshine

    Liebe Tanja,

    ich musste direkt zu Beginn deines Posts schmunzeln: Meine Mutter hat früher auch immer gesagt, dass sie mir ein Kind wünscht, welches wie ich ist. Da ich aber ein unproblematisches Kind war, kommt mir dieser Wunsch natürlich sehr gelegen :)

    Meine erste Tochter ist 13, aber zum Glück ein sehr angenehmes Kind. Als sie noch 12 war habe ich mir manchmal Sorgen gemacht, dass sie sich zu sehr einkapselt hat. Aber das hat zum Glück nachgelassen und sie ist das fröhliche Kind, was sie schon immer war. Aber sie ist ja gerade erst 13, hoffen wir, dass sich nichts „Unangenehmes“ entwickelt. Und meine kleine Tochter ist erst 8, da haben wir noch ein wenig Zeig :)

    Egal wie die Beziehung ist, ich finde, als Eltern muss man präsent sein, so dass die Kinder immer wissen, dass sie zu einem kommen können sollte was sein…. Ich hoffe, das bekomme ich gut hin :)

    Liebe Grüße
    Mimi

    • Tanja Gammer

      Das machst du mit Sicherheit Mimi. Ja man muss ihnen einfach ein Auffangnetz sein, wenn es mal benötigt wird. Dann drücke ich dir die Daumen, dass deine Tochter genauso wird wie du warst als Teenager, weil du ja ne Brave warst/bist

  • Tina-Maria

    Hallo, ich habe zwei davon und eine dritte, die noch lange davon entfernt ist ;) Ich kann Dir Storys erzählen über unsere beiden Teenager, da kann man lachen und auch nur den Kopfschütteln. Manchmal frage ich mich … War ich auch so? Liebe Grüße Tina-Maria

  • Ruby

    Hey Tanja,

    wir haben bisher noch keine Kinder zu Hause, aber da ich selber mal Teenager war kann ich das alles noch recht gut nachvollziehen. Es ist nicht einfach mit kleinen Zicken die man zu Hause hat, welche immer wieder versuchen ihren Kopf durchzusetzen.

    Das heißt, man kann einfach nur durchhalten und weiterkämpfen ^^°

    Liebe Grüße,
    Ruby

  • Nila

    Huhu Tanja *winks*
    Ich habe 3 Mädels, die vom Alter nicht weit auseinander sind. Mittlerweilen 21, 19 und 16.
    Jede Zeit hatte etwas Neues, Aufregendes und auch Anstrengendes an sich. -> Ergo mir wurde niemals langweilig ;)
    Aber ich muss ehrlich zugeben, dass die Zeit, in der alle 3 in die Teenagerphase rutschen, eine der anstrengendsten war. Nicht körperlich -> eher phsychisch. Es ist die Zeit, in denen sie ihren Platz finden müssen. Die Zeit in denen sie sich ausprobieren. In denen Freunde unheimlich wichtig werden und in der sie switchen zwischen „Eltern sind peinlich und ich brauche Mama und Papa dringend.“
    Zuerst sagen sie dir, dass sie ja schon so erwachsen sind und 5 Minuten später kommen sie kuscheln :)
    Da ist es nicht immer leicht, die richtigen Worte zu finden und den rechten Weg mit ihnen einzuschlagen.
    Viel Liebe und Werte vermitteln kann ab und zu ganz schön auf die Psyche gehen.
    Trotzdem finde ich es als eines der schönsten Aufgaben einen kleinen Menschen an die Hand zu nehmen und durch das Leben zu begleiten. Ihnen beim Wachsen und Gedeihen zuzusehen und auch ab einer gewissen Zeit die Hand auszulassen und sie ihren eigenen Weg gehen zu lassen.
    Liebe Grüße
    Nila

  • Mihaela

    Hallo Tanja,

    oh ja, ich habe einen Teenager zu Hause, mein Sohn- ich denke, er müsste in etwa so alt wie Deine Tochter sein und geht auch in die 11. Klasse. Auch er ist eher ruhig und meistens pflegeleicht, aber wenn der Teenie durchkommt, dann richtig :-)

    Bei meiner Tochter wird das kein Spaziergang, sie zeigt jetzt schon sehr pubertäre Seiten und es ist eine Belastungsprobe.

    Liebe Grüße
    Mihaela

  • Sabienes

    Ich hatte. Zwei. Söhne. Metall-Fans, Motorradfahrer und mit oder ohne Freundin. Und irgendwie sind sie nun ausgezogen, bzw. schafft es Sohn 1 nicht, sein „Kinderzimmer“ komplett auszuräumen. Darin sieht es aus, wie nach einem Attentat – also so, wie immer.
    Sohn 2 kommt noch am Wochenende und schon sind wir beide im Mama-Bub-Modus. Es gibt also laute Musik, nicht weggeräumtes Geschirr und so weiter.
    Es heißt ja, dass in der Pubertät die Eltern schwierig werden. ;-)
    Tatsächlich ist es aber auch so, dass ein Mensch in zwei Lebensphasen an Körper, Seele oder Geist immens gefährdet ist: Einmal als Säugling und dann in der Pubertät. Und irgendwie stimmt das auch.
    Das Gute ist: Sie werden groß! Und dann jammert man ihnen am Telefon die Ohren voll, dass sie sich so selten melden …
    LG
    Sabienes

  • Alnis

    Ein sehr schöner und auch interessanter Beitrag! Meine beiden Buben sind schon ausgezogen und ich muss sagen, meine zwei waren von der ruhigeren Sorte, sie haben fast nie miteinander gestritten und waren sehr brav, auch eher untypisch für Teenager! Genau so wie sie in ihrer Jugend waren sind sie auch jetzt, ich bin sehr stolz auf sie und auch froh, dass ich so tolle Burschen habe!
    Liebe Grüße an dich
    Alnis

  • Janine

    Hallo Tanja,

    noch wohnen keine Teenager bei mir – aber in ein paar Jahren geht es los, dessen bin ich mir sicher. Mein Großer ist 9 geworden und man merkt schon deutlich die ersten Zeichen, denn er wird schon mal flapsig oder mault rum. Was tust du genau, wenn deine Tochter (wie oben beschrieben) faul ist? Gibt es Konsequenzen wie Handyverbot oder Fernsehverbot? Noch ist es bei uns nicht so ernst, aber ich frage mich selbst, wie ich in Zukunft Konflikte lösen könnte. Das wäre sicherlich auch ein interessanter Beitrag für meinen Blog Elternratgeber.at :)
    Ich danke dir für deine Anregungen :)

    LG
    Janine

  • Sabine Gimm

    Du kannst stolz auf Deine Tochter sein. Ich bin es auch auf meine Söhne. Obwohl die im Teeniealter ganz schön anstrengend waren. Aber die Zeit möchte ich nicht missen. Jetzt sind lie längst erwachsen.

    Liebe Grüße Sabine

  • Nadine

    Liebe Tanja,
    da wir keine Kinder haben, kann ich hier eigentlich nicht ernsthaft mitreden. Aber so wie Du Deine Tochter schilderst, dürfte sie eine tolle, kluge und eigenständige Persönlichkeit sein! Niemand ist perfekt, niemand kann auch sein Kind perfekt erziehen, auch wenn man sich noch so sehr bemüht. Ich denke, Du hast vieles richtig gemacht und vor allem finde ich es gut, dass Du Grenzen gesetzt und Regeln aufgestellt hast. Dass ein Teenager auch sein Macken hat, ist völlig normal, auch wenn das die Eltern ab und zu in den Wahnsinn treiben kann.

    Liebe Grüße,
    Nadine

  • shadownlight

    Liebe Tanja, ich habe keinen Teenie zu Hause, aber arbeite mit Jugendlichen die scheinbar noch längst nicht aus diesem Alter heraus sind :P. Dazu bewundere ich jedes Elternteil, die es schaffen die Teenies weiterhin zu verstehen und zu erziehen :).

    Liebe Grüße zum 1. Advent!

  • Bee

    ? Oh ja, Tanja. Ich habe auch einen Teenager zu Hause. Wobei es sich mit ihren 13 Jahren noch im Rahmen hält. Aber die Unordnung ist ohne Worte, überall liegt Kleidung auf dem Boden, frisch gewaschen oder getragen. Generell herrscht Chaos in ihren Zimmern. Dazu kommt eine teils recht opponente Art dazu – willkommen in der Pubertät. Ich frage mich auch, wie man so viel vergessen kann ?. ABER sie kann auch ganz lieb sein und kuscheln wollen. Meistens bin ich gelassen, aber manchmal auch überhaupt nicht. Na ja, es sind ja noch ein paar Jahre

    Liebe Grüße, Bee

  • Petra

    Hallo Tanja,
    Joar ich hab neben meinen beiden Kleinen auch Teens , wobei meine großen mit 18 u knapp 20 Jahren da schon fast wieder raus sind, ich bin in der Hochphase des Teenie Alters besonders mit meiner Tochter Lisa häufig aneinander geraten, und wir haben uns oft gezofft, was sich mittlerweile aber zum Glück gelegt hat, Aber auch wenn es mal Streit gab es war immer wieder toll mitzuerleben wie sie stück für stück selbstständiger und sicherer Ihren eigenen Weg gehen lernten und ich hoffe natürlich das es auch bei meinen beiden Kleinen eines Tages der Fall sein wird, wobei damit können sie sich ruhig noch gaanz lange Zeit lassen;)

    Liebe Grüße
    Petra

  • Andrina

    Hi meine leibe Tanja,
    ich bin doch selbst noch ein Teenie :P Nein Quatsch, natürlich (und glücklicher Weise) ist das nicht mehr der Fall, aber bei mir sind keine Kinder in Sicht. Was du so erzählst, hast du es doch eher leicht mit deiner Tochter, wenn ich da an meine Teenager-Zeit zurück denke… naja, so schlimm war ich auch nicht, aber ich war auch faul. So richtig faul. Ich glaube, das gehört einfach dazu ;)

    Liebste Grüße
    Andrina

    • Tanja Gammer

      Ja ich habe wirklich Glück Andrina. Ich kann mich an meine Teenie-Zeit auch noch gut erinnern, ist ja noch nicht so lange aus *hust* Ich habe wirklich viele Grenzen überschritten und fast alles probiert was irgendwie ging. Ganz zum Leidwesen von meinem Papa. Manchmal denke ich mir auch, ach Kind was du da versäumst, ich hoffe du bereutst es nicht irgendwann einmal so richtig auf den Putz gehaut zu haben! Dann denke ich an mich und sage immer: Gotte sei Dank nicht! Schönes Wochenende

  • Martina

    Meine Kinder sind ja mit 27 und fast 30 aus dem Teeniealter heraus, aber ich kann mich zum Glück auch nicht beschweren. Klar gab es auch zickige Zeiten, vorallem bei meiner Tochter, aber im Großen und Ganzen sind wir doch ganz gut zusammen durch die Teeniezeit gekommen.
    Trennung , Auszug mit nur meiner Tochter und neuer Partner fielen auch in diese Zeit und wenn ich das rückblickend betrachte, war (und ist natürlich immer noch) ein Riesenschatz, wie sie mit allem umgegangen ist.

    LG Martina

    • Tanja Gammer

      Man glaubt gar nicht, mit welchen Situationen Kinder schon zurecht kommen, besonders als Teenager. Schön zu hören, dass deine auch eher zur braven Sorte gehören, auch als Teenager. Irgendwie scheinen Töchter heutzutage aufmüpfiger zu sein als Jungs Martina

  • Tina

    Oh Gott! Den Spruch kenne ich von meinen Eltern auch! Und ich war auch wirklich wirklich schlimm. Als Baby war ich ein Schreikind, und als Teenager war ich einfach nur ätzend. Das sage ich selbst von mir. Mir graut es davor, wenn meine Tochter in die Phase kommt. Die war zwar kein Schreibaby, aber sie ist jetzt mit ihren 3,5 Jahren schon eine furchtbare Zicke. Mein Sohn (5) ist ein lieber Kerl und von meinen Brüdern her weiß ich, dass bei Jungs die Pubertät meist nicht so dramatisch ist. Aber sie ist eine ganz andere Nummer. Ich streite mich jetzt schon lautstark mit ihr. Ich „freue“ mich!
    LG, Tina

  • Christine Peter

    Hi Tanja, das hört sich aber super an! Da hast du wirklich Glück mit deiner Tochter. Ich war auch ein schrecklicher Teenager und hoffe, dass meine zwei Jungs nicht so werden. Wir haben noch Zeit, sie sind 8 und 9 und ich jetzt schon ängstlich ?

  • Kerstin

    Ach Tanja,

    einen Teenager daheim zu haben ist sooooo cool. Ich liebe es! Na gut – ich habe jede Phase meiner Tochter (bisher) geliebt.

    Auch meine ist – durch diverse Umstände – ganz anders aufgewachsen als ich damals: mit 8 Jahren habe ich sie von ihrem Vater entfernt und bin mit ihr weggezogen. Dann kam ein neuer Mann, der sich erst nach und nach in ihr Herz stehlen durfte, dann Stephan´s plötzlicher Tod und nun schon wieder etwas Neues daheim. Dazu die vielen Umzüge. Da ist schon verwunderlich, dass sie nicht längst ihre Koffer gepackt und abgehauen ist. Ich hätte damals wahrscheinlich so reagiert.

    Jetzt ist sie 17 und Klasse, so wie sie ist. Sie meistert ihr Leben auf ihre ganz eigene Weise. Und wenn sie das Nest eines Tages verläßt, kann sie zumindest ein bisschen kochen.

    Das Wäscheproblem kenne ich auch. Bei uns ist das aber so geregelt: gewaschen wird nur, was auch im Bad landet. Sonst Pech gehabt. Meist wäscht sie die Wäsche dann irgendwann selbst. Das findet sie einfacher, als jedes Stück einzeln ins Bad zu bringen. Nun ja – ist ja ihr Zimmer.
    Aber wehe, Besuch ist angesagt ;)

    Um das schlimmste Zickenalter sind wir zum Glück drum rum geschifft. Es gab kleine Aussetzer. Aber was wir bei anderen Teenys beobachtet haben, würde sie niemals bringen. Dazu hat sie zu viel Respekt vor Erwachsenen. Und sollte ihr etwas „herausrutschen“, steht sie ziemlich schnell parat und entschuldigt sich. Wir versuchen ja alle, uns nicht gegenseitig zu verletzen. Und das hat sie übernommen.

    Zum Schlafen gehen: unsere Tochter ist eine absolute Nachteule. Schon immer. 1:35 Uhr geboren. Ich am schlafen – sie hellwach. Das hat sich bis heute gehalten. Und zum schlafen in der Nacht kann man sie kaum bringen. Aber wir haben uns abgesprochen und so lange alles Andere mind. „gut“ läuft, ist das okay für uns.

    • Tanja Gammer

      Wichtig ist ja, das alles für alle wirklich passt und ausgemacht ist. Es hört sich auf jedenfall auch nach einer wirklich braven und eigenständigen Tochter an. Respekt vor Erwachsenen, das ist so eine Sache, die ich bei vielen Kids vermisse. Wir Eltern sind ja dafür zuständig, dass sie mal selbständig ihr Leben bestreiten können und so halbwegs klar kommen, sollten wir mal nicht da sein. Werte zu vermitteln und mal Mama, dann wieder einmal Freundin zu sein, doch nie das Elternsein vergessen.

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