Baum mit Bank davor
Life

Die Straße der Einsamkeit

Vom Gefühl der Einsamkeit

Diesen Bericht muss ich schreiben, er ist mehr für mich als für euch Leser, es tut mir auch wirklich leid deshalb. Dennoch hilft es mir jetzt gerade sehr, diese Zeilen zu schreiben und mich etwas aus dem Loch zu holen, in das ich wieder gefallen bin. Ja ich weiß, ich soll stark sein, nicht alles so eng sehen und es wird schon wieder! Aber genau jetzt in dem Moment hilft mir das gar nichts und es wird eben nicht wieder. Ich befinde mich leider wieder an dem Punkt, in dem mich meine Einsamkeit zu erdrücken droht. Man ist umgeben von Menschen und fühlt sich trotzdem alleine und unsichtbar.

Ein einziges Wort genügte und ich kam ins Wanken. Eigentlich dachte ich, das ich alles so weit hinten verstaut hatte, das es nur schwer hervor kommt. Ich dürfte mich geirrt haben. Bemerkt habe ich es damals schon, als ich den Bericht über Mobbing für Laura machte, und am Telefon eingeknickt bin beim Interview. Eigentlich ist gar nichts in Ordnung oder abgeschlossen. Wird es auch nie sein, denn mein ganzes Leben lang ist es schon so. Es gibt Momente da kann man nicht mehr Lächeln, den Schutzwall nicht mehr aufrecht halten und die Tränen zurückhalten. Denn die fließen einfach, egal ob man mitten im Gespräch ist, in der Badewanne liegt oder versucht einzuschlafen. Man ist nicht mehr stark und alles kommt wieder auf einmal. Man liegt Nachts wach und fragt sich: Hatte sie recht, bin ich nicht willkommen in der Welt? Will mich denn keiner? Wieso und was habe ich denn falsch gemacht? Gibt es Menschen die einfach kein Recht haben, auf der Welt zu sein und glücklich? Ich weiß, jeder hat das Recht auf der Welt zu sein, doch wird nicht jeder so an- oder aufgenommen wie er es gerne möchte.

Viele fragen sich jetzt sicher, was hat sie denn. Sie hat einen Mann seit über 16 Jahren, eine Familie, Tochter und Freunde?!

Nicht immer ist aber alles so wie es scheint. Wenn man aufwächst und einem die eigene Mutter nicht liebt und das zeigt und sagt, man keine Freunde hatte und immer den Hänseleien ausgeliefert war. Auch von den Jungs im Teenageralter mehr gebraucht worden ist als das was man eigentlich haben wollte und andere hatten, um dann öffentlich auch noch an den Pranger gestellt zu werden. Einem der Ex-Freund nur ausnutze und Schmerzen zufügte um am Ende das wahre Gesicht zu zeigen und dich auch körperlich daran erinnerte das du ein Nichts bist. Dein Mann dir nach so vielen Jahren etwas Wichtiges zu „beichten“ hat, andere jedoch schon lange davon wussten (sind ja auch wichtiger als die eigene Frau) und du merkst das du eigentlich nur die Frau eines Freundes für Freunde bist, dann, ja genau dann bricht alles zusammen.

Oft dauert es nur wenige Tage, manchmal aber leider Wochen, bis ich es wieder geschafft habe alles aufzubauen. Meinen Schutzwall gegen die Einsamkeit und den ganzen Gefühlen die einen überkommen. Ein Lächeln aufsetzen kann und einfach weitermache….und weitermache….

Leseratte, Hobbyfotografin, Globetrotter und Hobbyköchin aus Leidenschaft. Immer auf der Suche nach Neuem und Interessanten. Kreativität, Begeisterung, Liebe und meine Familie machen mein Leben so bunt. Ab und zu bin ich etwas verrückt also nicht wundern!

56 Comments

  • Ruby-Celtic

    Hey meine Liebe,

    das klingt aber gar nicht schön. Zum Glück habe ich solche Phasen nicht wirklich, denn ich muss ganz ehrlich sagen ich stelle sie mir so gefährlich vor. Wenn man einmal nicht wieder rauskommt, kann es einen so runter ziehen. Daher hoffe ich sehr, dass deine Familie und auch deine Freunde stets eingreifen und dir den benötigten Halt geben können. *mal ganz lieb drück*

    Lass dich nicht unterkriegen, du bist stark und ich bin mir sicher, dass du alles hinbekommst!!!

    Liebe Grüße,
    Ruby

  • Nadine

    Liebe Tanja,

    beim Lesen Deiner Zeilen hat es mir fast das Herz gebrochen. Auch wenn ich nicht in solch einer Situation bin, glaube ich doch, zumindest ein klein wenig nachfühlen zu können, was Du empfindest. Ich weiß, wie es ist, in ein Loch zu fallen und nicht mehr zu wissen, wie man von dort heraus kommen kann. Manche Erlebnisse reißen Wunden ins Leben, die nie ganz verheilen oder zumindest Narben in der Psyche hinterlassen. So schwer es auch ist, daran zu glauben, dass es wieder besser wird und man diese dunkle Phase übersteht, leert einen das Leben, dass es doch (fast) immer wieder weiter geht.

    Es freut mich jedenfalls sehr, dass es Dir schon wieder besser geht, wie Du mir geschrieben hast.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und grüße Dich ganz herzlich,
    Nadine

    • Tanja Gammer

      Hallo Nadine,

      ja jeder hat irgendwie schon einmal ein Loch von unten und innen gesehen :( leider
      Ich bin es ehrlich gesagt schon etwas gewohnt und weiß auch was ich dagegen machen muss, dennoch schmerzt es jedesmal wieder. Manches lässt sich eben zunähen aber reisst dann irgendwann wieder auf. Danke und Bussal

  • Nessy Wagner

    Liebe Tanja, es klingt jetzt sehr medizinisch. Aber was Dein Problem ist, sind Depressionen. Ich denke, das weißt Du auch. Fast jeder kann auf mehr oder weniger schlimmer Erlebnisse zurückblicken, es ist die Frage, wie man sie bewältigt. Und wenn nichts mehr zu helfen scheint und „es“ andauert, kann man von einem Ungleichgewicht im dopaminergen System ausgehen. Dieses kann man behandeln. Ich empfehle Dir dringend, Dich in fachärztliche Betreuung zu begeben, dass man Dich richtig einstellen kann und Dir gleichzeitig Strategien an die Hand gibt, wie Du solche „Krisen“ besser bewältigen kannst. Ich wünsch´Dir alle Liebe, Nessy von den happinessygirls.com

    • Tanja Gammer

      Hallo Nessy,
      ja ich weiß, dennoch bin ich ihnen nicht erlegen und schaffe es noch selbständig aus diesen „Krisen“. Falls ich einmal darin versinke, dann muss und werde ich mir sicher professionelle Hilfe suchen. Medikamente lehne ich aber wehement ab, da ich noch immer etwas Gute sehen kann und wie gesagt, es raus schaffe. Leider hat jeder ein Päckchen zu tragen und auch schlechte Erfahrungen gemacht, häufen sich tragischerweise, das ist mir bewusst. Schlimmer geht immer, aber gerade das Schreiben hilft mir schon sehr. Früher war es eben ein Notizbuch, jetzt habe ich meinen Blog dafür. lg

      • Karin Austmeyer

        Liebe Tanja, Du weißt, ich mag Dich sehr – auch wenn wir uns nicht persönlich kennen. Ein gutgemeinter Rat von mir, den ich Dir aus Erfahrung mit meinem Mann und auch aus dem Freundeskreis gebe. Laß Dir professionell helfen. Auch wenn Du glaubst, Du kommst da ja immer wieder alleine raus. Ein guter Freund war auch dieser Meinung, ist abends nach Hause zu Frau und Kindern gekommen. Er sagte: „ich gehe noch etwas spazieren“ und hat sich dann mit einem Bolzenschußgerät das Leben genommen. Ich will Dich nicht erschrecken, aber ich mache mir wirklich Sorgen. Nicht immer stimmt das Gefühl etwas im Griff zu haben.
        Bitte laß Dir helfen. Meinem verstorbenen Mann hat der Gang zur Psyschologin sehr geholfen.
        Ich drück Dich ganz lieb.
        Karin

        • Tanja Gammer

          Danke Karin für deine Worte. Ich weiß das diese Gefühle und Ängste die ich habe sicher auch professionell aufgearbeitet werden könnten, dennoch würde ich auch durch diese Hilfe nicht diesen entfliehen können. Du brauchst echt keine Angst haben, denn ich liebe das Leben und meine Familie viel zu sehr, um ihnen das antun zu können. Mit ihnen und einigen Schritten die mir helfen, schaffe ich es. Ich bin meiner Mutter nicht böse, kenne ich doch auch ihre Motive dafür und weiß das es viele Frauen gibt, die einfach nicht Mutter sein können. Es wird mir jedoch immer unverständlich bleiben, da ich ja selbst eine bin und es mir nicht einmal im Traum denken könnte, mein Kind nicht zu lieben. Ich sehe immer wieder die positiven Dinge in meinen Leben und die sind es wert jedesmal aus diesen Loch zu kommen. Falls ich es einmal nicht mehr schaffe oder merke, etwas stimmt nicht, dann gehe ich sofort zum Profi – versprochen. Bussal und danke Karin

  • Sabienes

    Liebe Tanja, das hört sich irgendwie nicht so gut an. Und ich will gar nicht mit so tröstenden Worten, bzw. Beispielen kommen. Aber es geht immer wieder irgendwo eine Tür auf!
    LG
    Sabiene

  • Felicitas

    Liebe Tanja,
    ich wünsche Dir so sehr, dass Dein Weg bald wieder leichter wird. Auch wenn die Sonne im Moment nicht mehr richtig scheinen mag, ein paar Strahlen sind bestimmt immer noch da und leuchten hoffnungsvoll, oder?
    Sei herzlich gegrüßt!
    Felicitas

  • Bella

    Guten Morgen meine Süße <3

    Also da kann ich einfach nicht "Gefällt mir" drücken. Denn es gefällt mir üüüüberhaupt nicht, wenn du in so einem Loch sitzt.

    Ich weiß, dass es oft schwer ist, da wieder rauszukommen. Aber ich habe dich als starke Frau kennengelernt und ich weiß dass du es schaffst. :*

    Bitte denke immer daran: Es gibt ganz viele Menschen die glücklich drüber sind, dass es dich gibt. Wem könnte ich sonst die WuLi vollhauen? *lach*

    Fühl dich ganz dolle lieb geknuddelt von mir!!!

    *Bussi*
    Bella

  • Jessy

    Liebe Tanja,
    ich kann deinen Post sehr gut nachvollziehen. Wir teilen wohl ein ähnliches Schicksal was die Kindheit und Jugend betrifft. Auch ich kenne diese einsamen Momente, wenn das dunkle um Dich herum dich einfach einsaugt. Du kannst das nur allein schaffen, das weiss ich aus eigener Erfahrung. Jeder der Dir helfen möchte, wird es nicht können – egal was er tut. Ich habe Jahre daran gearbeitet dieses Gefühl nicht mehr zuzulassen. Letztlich ist es ganz einfach, wenn der Schmerz nicht mehr so groß ist und die Seele etwas hat, an dem sie sich festhalten kann.
    Du scheinst mir niemand zu sein, der sich einfach verkriecht. Ich lese dich noch nicht so lange, als dass ich es wissen könnte. Aber ich weiss: Du bist nicht wertlos, niemand ist das. Aber die Menschen die es Dir suggeriert haben, die brauchten es für sich. Ich schicke Dir gute Gedanken und Kraft :)

    • Tanja Gammer

      Danke, es tut echt gut deine Worte zu lesen. Ja da muss man immer alleine durch, denn alleine dadurch hat man auch die Kraft und ist nicht auf andere angewiesen. Es kam einfach so plötzlich und hat mich von den Füßen gerissen. Damit habe ich nicht gerechnet. Es geht mir aber schon besser ;-) lg

  • Sabine Schütte-Schoon

    Liebe Tanja, da musste ich nun erstmal schlucken! Ich habe großen Respekt vor Deiner Courage dies öffentlich niederzuschreiben und finde mich teils selber wieder! Du machst mir Mut, vielleicht auch einmal meinen Seelenschmerz niederzuschreiben, um aus meinem Loch wieder rauszukommen. Dies ist momentan nämlich auch sehr aktuell mal wieder!

    Vielen Dank für diesen Bericht!

    LG Sabine

    • Tanja Gammer

      Liebe Sabine,
      danke für deine offenen Worte und das Loch kannst du stopfen, wirklich. Es dauert manchmal eben länger als ein ander mal. Mittlerweile habe ich gesprochen mit meinen Mann und schon viel Last wurde abgenommen. Es drückt nicht mehr so auf der Brust und es geht bergauf. Es hilft wirklich zu schreiben und vor allem, unterschätze nie die Macht des Wortes. Egal ob sie von dir kommen oder von den Lesern, falls du es öffentlich machst. Ich werde diese Woche meine Schritte die ich mache, um aus einem Loch rauszukommen, öffentlich machen. Vielleicht ist ja etwas dabei für dich, das du probieren kannst. lg und viel Kraft

  • Melina

    Ich hoffe dein Mann und die richtigen Leute lesen es, denn ich glaube fast, du sprichst mit niemandem darüber?
    Wie du sagst, jeder muss seine eigene Kraft aufbringen, aber manchmal tut seelische Unterstützung, und sei sie von „Fremden“ auch einfach mal gut. Fühl dich aus der Ferne gedrückt, ich wünsch dir Kraft, aber nicht Kraft um alles runterzuschlucken, sondern Kraft, es auszusprechen, an entsprechender Stelle.

    • Tanja Gammer

      Danke dir. Ich habe dann mit meinen Mann gesprochen. Es ist mit ihm nicht immer leicht, da er vieles nicht so sieht oder wahrnimmt wie ich. Er hat mich aber verstanden (bin total begeistert) und mir somit schon etwas Angst genommen und seitdem geht es mir etwas besser. Ich habe bei solchen „Rückschlägen“ immer ein 4 Schritte Programm, das hat bis jetzt immer geholfen. lg

    • Tanja Gammer

      Danke Alex,
      früher habe ich das immer in ein Notizbuch geschrieben, da ich aber blogge und früher bei meinen persönlicheren Berichten wie Mobbing, viele Zusendungen bekommen habe, möchte ich das öffentlich machen. Es ist keine Schwäche seine Ängste und Gefühle offen zu legen, das habe ich in den letzten Jahren gelernt. Es kostet nur etwas Überwindung, doch man kann dadurch auch viel Kraft schöpfen und oft helfen „neutrale“ Personen einen sogar mehr, als Freunde und Familie. Es geht mir schon etwas besser, vielen Dank und keine Sorge. lg

  • Alnis

    Ich verstehe dich sehr gut, manchmal hilft es einem sich hinzusetzen und alles von der Seele zu schreiben, ich habe das als jugendliche sehr gerne und oft getan und es hat mir immer geholfen. Danke das du uns ein bisschen Einblick in dein Innerstes gewährst!
    Liebste Grüße an dich
    Alnis
    http://alnisfescherblog.com

  • Ute

    Hallo liebe Tanja,
    ich finde es sehr schön, dass Du uns auch ein bisschen in Deine Seele blicken lässt . Sowas fällt meist schwer und tut doch gleichzeitig gut. Ich schicke Dir mal ganz liebe Gedanken!
    Ute

  • Sunny

    Liebe Tanja,
    ich finde es sehr mutig, dass Du diese Gedanken mit uns teilst! Ja stimmt, es geht immer weiter, aber manchmal will man einfach nur den Kopf in den Sand stecken. Und ich denke, dass man zwar immer nach vorne schauen muss, aber dass man sich auch mit seinen Ängsten und Erfahrungen auseinander setzten muss, sonst kommt man nie raus! Aber Kopf hoch, Du bist eine tapfere Frau! Lass Dich nicht entmutigen und fühl Dich gedrückt aus der Ferne!
    LG Sunny

  • shadownlight

    liebe tanja, ich weiss gar nicht was ich sagen soll, ausser: danke, dass du diesen beitrag geschrieben und geteilt hast. es tut sicherlich gut, sich etwas von der seele zu schreiben. ich kann dir aber versichern, dass du nicht alleine bist. da bin ich mir ganz sicher! ich bin mir auch sicher, dass du wieder nach oben schwimmen wirst, denn der beitrag war der anfang und dieser anfang zeigt, dass du wahnsinnig stark bist!
    fühl dich gedrückt!

  • Natalie

    Das zu lesen tut mir wirklich richtig leid und ich finde auch keine tröstenden Worte, vielleicht gibt es einfach keine. Eins kann ich dir allerdings versichern: Du hast alles recht auf dieser Welt zu sein und es gibt einige Menschen die dich wollen und brauchen.
    Den Satz über deinen Mann: Frau eines Freundes….hört sich richtig übel an und ich hoffe das ich dies in meinem Köpfchen falsch interpretiere. Ansonsten ist es ein richtiges Arschloch!

    • Tanja Gammer

      Nein keine Sorge, das bezog sich auf unsere Freunde. Wir haben den selben Freundeskreis, dachte ich zumindest, aber hier kommt es mir so vor, das ich eben doch nur die Frau eines Freundes bin, und nicht wirklich deren. Das was mein Mann mir verheimlicht hat ist jetzt nicht so etwas schlimmes, das ich damit nicht damit umgehen könnte, aber es verletzt das es Andere vor mir wussten und niemand etwas gesagt hat oder er mich zuerst eingeweiht hat.

  • TaTi

    Liebe Tanja,

    auch wenn ich nicht das gleiche „Schicksal“ teile wie du, weiß ich trotzdem genau, wie du dich fühlst. Ich musste mir in meiner Jugend oft wegen meiner schlechten Haut und meinen Akneproblemen schlimme Beleidigungen anhören, das hat ziemlich weh getan, man stumpft irgendwann ab, aber ganz vergessen werde ich das niemals. Heute habe ich gelernt mit diesen Narben (sowohl im Gesicht als auch auf der Seele) zu leben, es bleibt mir ja auch nichts anderes übrig.

    Ich bin an sich ein lebenslustiger und froher Mensch, aber nicht immer. Manchmal sieht es in mir ganz anders aus und dann falle ich auch in ein Loch, aus dem ich zum Glück bisher immer wieder von ganz alleine herausgefunden habe. Es gibt Momente, in denen möchte ich nur noch den Kopf in den Sand stecken, weinen und fühle mich elend und klein.

    Ich möchte jetzt gar nicht weiter von mir sprechen, ich möchte nur, dass du weißt, dass es anderen auch so geht. Denke immer daran, nach Regen folgt auch wieder Sonnenschein!

    Ich drück dich – bis bald – liebste Grüße TaTi

    • Tanja Gammer

      Danke TaTi, irgendwie schafft man es immer wieder. Normalerweise bin ich auch eher die Lebenslustige, aber wie du schon so schön sagst, ab und zu will man einfach den Kopf in den Sand stecken und verschwinden. Es gibt keine Wege ohne Löcher wie es aussieht, für niemanden. Bis jetzt habe ich es auch geschafft alleine rauszukommen, aber es ist eben schwierig und die Straße komplett zerlöchert. Die Chance wieder in eines zu fallen wird immer höher dadurch. Einen schönen Sonntag und danke nochmal

  • Vivian

    Hallo Tanja
    Dieses Gefühl kenne ich auch sehr gut.
    Mir geht es an manchen Tagen genau so durch das ganze Mobbing damals.
    An manchen Tagen komme ich super gut klar und an anderen würde ich mich am liebsten einsperren und nur noch weinen. Gerade jetzt als wir gehackt wurden, kamen diese Phase wieder zurück. Ich habe durch das Mobbing damals, angst vor der Menschheit entwickelt und diese geht auch nicht mehr ganz weg und macht einen auch das Leben sehr schwer.
    Ich wünsche dir alles Gute in dieser schweren Zeit.

    Liebe Grüße
    Vivi

    • Tanja Gammer

      Oje, von deinem Angriff habe ich gelesen. Es tut mir leid das auch du die Erfahrung machen musstest und leider kommt es einem immer wieder in manchen Situationen hoch. Stark sein, auch wenn Schwäche oft Stärke bedeutet, das habe ich mittlerweile schon gelernt. Es wird immer irgendwann besser und erträglicher. Schönen Sonntag noch

  • andrea

    Ich kann das sehr gut verstehen.
    war als kind oft einsam trotz freunden, das lag aber an meiner Mutter.
    schlimm wurde es, als mein vater über nacht sn herzversagen starb. Ich war 25 mit man, kleinkind und baby gut 2 jahre trotzdem sehr einsam.
    ich glaube, dass menschen an gebrochenen herzen sterben können. Auch wenn das oft nur so gesagt wird.
    es gibt Lebensabschnitte die man verdrängen kann, aber nie vergessen.

    Liebe grüße andrea

    • Tanja Gammer

      Hallo Andrea,

      es tut mir leid das zu lesen. Leider muss ich dir recht geben, das gebrochene Herz ist nicht nur so ein Spruch. An solchen Tagen fühlt man einfach nur einen riesigen Druck auf der Brust und denkt sich, so muss sich ein Herzinfarkt anfühlen :( Verdrängen ja, vergessen nie, es begleitet einen das ganze Leben lang. Einsamkeit ist wirklich sehr schlimmt und nagend. Ich schick dir einen Drücker rüber. Danke für deine offenen Worte. lg

      • Andrea

        Fühl dich auch mal gedrückt.
        Ich vermute, es geht vielen Menschen so, aber darüber gesprochen wird eher selten oder gar nicht.
        Hab mich als Kind immer geschämt, für alles was meine Mutter mir angetan hat. Aber jetzt weiß ich, dass sie es ist, die sich schämen müsste. Trotz 78 Jahren hat sie heute noch keine Einsicht und ich lebe ohne Kontakt zu ihr einfach besser.

        • Tanja Gammer

          Oft muss man einfach einen Cut machen und an sich denken. Ich habe nichts gegen meine Mutter, aber weder sie hat Mutter- noch ich Tochtergefühle füreinander. Ich verstehe es zwar nicht, da ich ja selber Mutter bin, habe es aber aufgegeben es verstehen zu wollen. Dennoch prägt es einen leider doch irgendwie. Drück dich auch

    • Tanja Gammer

      Danke, ja das stimmt. Früher, also vor dem Bloggen, habe ich es immer in ein Heft geschrieben und danach fühlte ich mich freier. Es hilft schon ungemein und ist ein Schritt wieder aus dem Loch raus. lg

  • Kevin

    Och Tanja :(
    Beim Lesen deiner Zeilen sind mir selbst ein paar Tränchen in den Augenwinkel gerutscht.
    Ich kann dich total verstehen, dass du dir das von der Seele schreiben musstest.
    Ich selbst habe früher auch, auf Grund von imensem Übergewicht, mit Mobbing umgehen müssen und immer mit dem Gefühl der Minderwertigkeit in der Gesellschaft. Und man könnte jetzt sagen: Ach das wird schon wieder. Nein! Es wird nicht. Man hat es immer in seinem Hinterstübchen und dann kommen eben so Momente, wo diese Gedanken wieder zum Vorschein kommen. Ob man will oder nicht.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall alle Kraft, die du brauchst, um das Ganze zu überstehen.

    Die liebsten Grüße und einen wundervollen Sonntag,
    Kevin

    • Tanja Gammer

      Danke Kevin für deine Offenheit und Worte. Es ist schon schlimm das man einfach nicht damit wirklich abschließen kann und seinen Weg gehen. Gut das solche Momente nicht allzu oft vorkommen, dennoch scheint jedesmal das Loch größer zu werden, da sich immer mehr zusammenhäuft. Dir auch einen schönen Sonntag

  • Tanja L.

    Tanja, das klingt jetzt gar nicht gut! Würde ich näher dran wohnen würde ich ja sagen, lass uns einfach mal auf nen Kaffee treffen, aber so kann ich dir nur schreiben, dass ich dich als einen ganz tollen und lieben Menschen kennengelernt habe, der weit mehr zu geben hat als manch anderer, den ich schon viele Jahre und trilweise auch persönlich kenne! Hochs- und Tiefs kommen, wichtig ist es aber, dass du die Kraft findest, auch dieses Tief zu meistern, wenn ich dir da irgendwie helfen kann, lass es mich wissen!

    • Tanja Gammer

      Danke Tanja, du bist echt total süß und deine Worte tun echt gut *schmatzerrüberschick*. Es wird sicher wieder werden, aber gerade eben belastet es mich sehr, deshalb musste es raus. lg und einen schönen Sonntag

  • Sina

    Tanja, das klingt nicht gut,..hab ja gestern nacht auch dein Post auf Twitter gelesen.

    Wenn du Redebedarf hast, kannst du mich gerne anrufen! (Tel. per pn anfragen gg)

    Liebe aufmunternde Grüße
    Sina

    • Tanja Gammer

      Ich danke dir sehr Sina, aber das sind immer Abschnitte die ich selbst schaffen muss, denn nur ich alleine kann hier rauskommen und mit mir ins Reine kommen. Nach dem Post hier, geht es mir schon besser und es wird schon wieder. Dauert eben seine Zeit. Bussal und schönen Sonntag

      • Sina

        Tanja wollte mich eh nicht aufdrängen, nur ich persönlich habe die Erfahrung gemacht dass man nicht immer alles alleine schaffen muss und soll, oft hilft auch schon ein Ohr das zuhört, ohne Wertung und wertschätzend.

        Angebot bleibt stehen, schönen Sonntag meine Liebe!
        Sina

  • Sissi

    Liebe Tanja,

    ich bin gerade ein bissl sprachlos. Was selten vorkommt. Danke für deine offenen Worte. Einen Trost kann ich dir leider nicht mit auf den Weg geben, denn was auch immer ich dir sagen könnte, hast du sicher schon Tausende von Malen gehört oder gelesen. Unkommentiert stehen lassen wollte ich deine Zeilen aber auch nicht …

    Ich drücke dich mal fix virtuell.

    Herzliche Grüße

    Sissi

    • Tanja Gammer

      Danke Sissi,
      der Bericht ist auch eher für mich und ich weiß das es schwert ist hier Worte zu finden. Selbst besuche ich auch gerne Blogs die ihre kleinen Wehwechen haben und weiß dann nie so recht was ich schreiben soll. Es hilft im Endeffekt ja wirklich nicht viel und jeder muss seine eigene Kraft aufbringen um aus seinem persönlichen Tief wieder rauszukommen. Danke für den Drücker, hat trotzdem gut getan ;-)
      Schönen Sonntag noch

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