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Life

Die Welt ist nur mehr schwarz oder weiß

An sich bin ich eigentlich ein sehr positiv denkender Mensch und mich kann vieles nicht erschüttern, aber natürlich berührt es mich. Es gibt hier auf dem Blog zwei Themen die ich nie behandeln werde. Die Ü18 Abteilung und auch Politisches. Doch mittlerweile kommt es mir schon vor, egal was es ist, sobald es zwei verschieden denkende „Lager“ gibt, kommt man um eine Diskussion nicht herum und wird leider auch oft sehr schmutzig.

Durch die Medien und sozialen Kanäle ist es heutzutage sehr einfach Informationen in die Welt zu tragen. Egal ob positiv oder negativ, wobei mir scheint, die Menschheit trachtet nach schlechten Nachrichten. Diese kommen in der Regel besser an, obwohl sie einen zutiefst erschüttern.

Es gibt nur mehr schwarz oder weiß?!

Auch wenn ich mich aus vielen Diskussionen raushalte, so heißt es nicht, dass ich diese nicht verfolge. Sei es im privaten Bereich oder medial. Es bilden sich irgendwie immer zwei Lager, wenn es verschiedene Meinungen gibt. Hier gibt es keine Abstufungen mehr dazwischen und/oder wird auch nicht toleriert. Eine gegenseitige Schlammschlacht beginnt regelrecht.

Beispiel 1

Jemand ist ein Fleischesser und fängt mit einen Veganer oder Vegetarier an zu diskutieren! – oder umgekehrt

Man kann sich vorstellen was nun kommt. Irgendwie ist es vorprogrammiert. Egal ob es im Netz ist oder auch real in seiner Umgebung. Es wird sofort aufeinander gehackt und nur das eine ist das Gute und nur so darf das sein und und

Das führt bis zu den wüstesten Beschimpfungen hin und geht meist sogar unter die Gürtellinie und gegen den Menschen selbst.

Beispiel 2

Jemand fragt nach einer Meinung zu einem Fertigprodukt!

Zack, und schon geht es wieder los mit Beleidigungen und Unverständnis. Während die einen es verteidigen und oft von Zeit- und Geldmangel sprechen, oder einfach nicht kochen können, so hört man von der anderen Seite genau das Gegenteilige. Umgekehrt wollen manche das aber auch gar nicht hören und beharren darauf, es sei gesund und das Einzige das sie machen könnten.

Hier ist es ebenfalls unmöglich, Diskussionen zu führen, ohne das es böse ausgeht.

Beispiel 3

Politik!

Eigentlich brauche ich hier nur das schreiben und jeder weiß was gemeint ist und kommen wird. Es gibt nur mehr rechts oder links. Kein dazwischen und kein Verständnis! (dabei will ich es belassen, ihr wisst ja…keine Politik hier)

Beispiel 4

Shoppen!

Man zeigt was man sich wo gekauft hat und wird dafür wüst beschimpft und angeprangert! Das sich viele einfach manches nicht leisten können, wird übergangen und auch umgekehrt, wenn man weiß das große Marken doch nicht fair und umweltfreundlich produzieren, wieso kauft man dort noch ein, wenn man Faires gleich günstig dort und dort bekommt.


Es würde noch so viele Beispiele geben, aber ich denke ihr wisst worauf ich hinaus will.

Wieso gibt es keine Abstufungen mehr. Muss denn wirklich alles nur schwarz oder weiß sein, links oder recht, gut oder schlecht. Es gibt wirklich viele Mittelwege für die man sich entscheiden kann. Jeder muss mit sich im Reinen sein, was und wie er sein Leben bestreitet und führt. Doch sollte man sich bitte nie über andere lustig machen, über sie herziehen, beschimpfen oder gar beleidigen. Wieso können wir die Meinungen, welche anders als unsere sind, nicht akzeptieren oder tolerieren. Warum verschließen wir auch oft die Augen vor dem und wollen soviel nicht wahrhaben.

Wir Menschen sind ein sonderbares Volk und oft wünschte ich mir, meine Tochter nicht in diese grausame Welt gesetzt zu haben.

Die Nachrichten steuern noch ihr Bestes bei, indem sie sensationell über Schlechtes berichten, als ob es auf der Welt nur mehr Krieg, Mord oder Totschlag geben würde. Ich bin bei weitem keine Weltenverbesserin oder Klugscheißerin, doch in letzter Zeit häufen sich einfach solche Diskussionen und ich verstehe wirklich jeden Einzelnen, wenn er sagt: Ich traue oder will gar nichts mehr öffentlich sagen oder diskutieren, da man sofort angegriffen wird!

Die Welt ist ein großer Sauhaufen und wir die Maden im Speck, die von innen raus alles zerstören. Wir schaffen es uns selbst zu hassen und auch Fremde. Bilden uns Meinungen über Personen die wir nicht kennen, nur anhand ein paar geschriebener oder gesprochener Wörter, die jedoch kein Wesen und Charakter eines Menschen ausmachen. Es sagt absolut nichts über ihn aus.


Welt
Quelle: www.pixapay.com

Ich bin weder weiß noch schwarz, sondern bunt wie die Welt

Ich kaufe meine Kleidung auch gerne günstig obwohl ich weiß, dass hier vielleicht nicht alles korrekt abläuft, trotzdem gönne ich mir auch oft faire Mode, wenn es mein Geldbeutel zulässt und ich etwas dringend brauche und mir gefällt!

Ich koche gerne selbst und ohne Fertigprodukte. Bio und regional ist mir am liebsten, doch auch TK Pizzen finden schon einmal ihren Weg in meine Kühltruhe, wenn es zeitlich nicht anders geht oder meine Tochter alleine zuhause ist!

Ich esse gerne Fleisch, weiß aber auch um die Zustände der Herstellung, weshalb ich es mir einfach seltener gönne. Verstehe aber auch Veganer oder Vegetarier und würde sie für ihre Entscheidung nie kritisieren.

Ich habe auch Angst, da die Medien immer von Übergriffen nicht Einheimischer spricht und mache mir Sorgen und finde manches nicht okay. Trotzdem finde ich es schlimm wie über Flüchtlinge gesprochen wird und bin der Meinung, sind es wirklich Kriegsflüchtlinge, sollte man sie willkommen heißen. Deshalb bin ich weder rechts noch links!

Ich akzeptiere andere Meinungen und Ansichten, würde hier jedoch nie respektlos werden und jemanden militant bekehren oder belehren wollen. Jeder darf und soll so leben wie er will (solange alles legal ist), seine Einstellung zu gewissen Dingen haben, ohne sofort dafür aufgespießt zu werden.

Es gibt Menschen die einen Mittelweg gewählt haben, so wie ich. Was mir und meiner Familie möglich ist, machen wir. Wir suchen für uns eine Balance mit der wir leben können und mit unserem Gewissen und Anschauungen vereinbar ist. Ich will meiner Tochter nicht sagen müssen, nur das und das ist richtig, dazwischen gibt es nichts. Sie soll ebenfalls ihren Weg finden und wenn möglich nicht in einer Welt die von Neid, Hass, Gewalt und Wut bestimmt ist.

So, und nun darf über mich hergezogen werden ;-) oder wie seht ihr das?

Leseratte, Hobbyfotografin, Globetrotter und Hobbyköchin aus Leidenschaft. Immer auf der Suche nach Neuem und Interessanten. Kreativität, Begeisterung, Liebe und meine Familie machen mein Leben so bunt. Ab und zu bin ich etwas verrückt also nicht wundern!

52 Comments

  • Paleica

    ich hab sehr ähnliche eindrücke gesammelt. irgenwdie fühlt es sich so an, als gäbe es seit den sozialen netzwerken nur mehr schwarz oder weiß, nur mehr richtig oder falsch. ich vermute, dass es damit zusammenhängt, dass sich jeder sein medienpaket nun noch viel mehr selbst schnüren kann als früher und dass man nur mehr mit informationen gefüttert wird, die den eigenen ansichten entsprechen (stichwort: logarithmen und filter). so bleibt jeder in seiner „blase“ oder in einer „echo hall“, wie ich unlängst gehört habe dass man das in den USA nennt. und die meinung darüber, dass man recht hat, festigt sich – weil man von anderen seiten gar nichts mehr mitbekommt.

  • Tati

    Huhu Tanja,

    wow, was für ein grandioser Beitrag! Recht hast du, ich mache mir auch ernsthafte Sorgen, in welche Richtung unsere Gesellschaft steuert. Ich mache mir Sorgen um meine Kinder und frage mich, wie das alles in ein paar Jahren wohl aussehen mag. Manchmal wünsche ich mir – ich sage es so oft – eine rosarote aufblasbare Kugel, in der ich mich verstecke und nichts mehr höre und nichts mehr sehe. Leben und Leben lassen, so sollte es sein und nicht anders!

    Viele liebe Grüße – Tati

  • T.

    Danke, danke, danke für diesen Post!! Gerade in letzter Zeit habe ich auch oft das Gefühl, dass es nur noch Schwarz oder Weiss gibt und nichts dazwischen. Besonders aufgefallen ist mir das bei der Flüchtlingsdebatte: Die einen wollen alle aufnehmen und sind blind für die Probleme, die anderen wollen alle rausschmeißen und sind blind für die Menschen. Und leider sind es die Extremmeinungen, die die Debatte in den Medien beherrschen! Was wir brauchen sind Stimmen der Vernunft und Mittelwege.
    Aber auch bei kleinren, weniger politischen Themen fällt mir das immer wieder auf, genau wie dir! Manchmal versuche ich dann, für die jeweilige Gegenseite zu argumentieren, also ich würde dann z.B. der High-Heels-Trägerin was von Praktikabilität erzählen und der Über-Sportlichen was von Spaß an Mode, dem Antialkoholiker, dass man nicht gleich süchtig ist, nur weil man mal nen Wein trinkt, demjenigen, der „gerne feiert“, dass ihm kein Zacken aus der Krone bricht, wenn er es mal etwas ruhiger angehen lässt…
    Meistens lasse ich das aber und denke mir nur mein Teil…

    • Tanja Gammer

      Du sagst es, es kann einfach keine vernünftige Diskussion geführt werden, ohne das es nicht immer jemanden gibt, der wehement und blind darauf pocht. So macht das keinen Spaß mehr und viele die das gleich sehen, sagen nichts mehr.

  • Tina-Maria

    Hallo Tanja, sehr schöne Worte und ich kann dazu eigentlich nur nich sagen „Wohin soll das noch alles führen.“ Jeden Tag liest und hört man Sachen, die in der Welt draußen passieren und ich denke nur noch wieso, weshalb warum … siehe jetzt nur um ein Beispiel zu nennen .. Dallas … Liebe Grüße Tina-Maria

  • Sara

    Hallo Tanja,

    du hast so recht damit! Es gibt leider echt nur noch ein entweder oder. Das ist so schlimm und nervt mich tierisch. Bestes Beispiel ist da ganz stark die Flüchtingspolitik… was man da teilweise zu Ohren bekommt oder diskutieren muss. Ich bin schon so weit dass ich gar nichts mehr zu dem Thema sage. Es kostet bloss Zeit, Energie und Nerven.

    Liebe Grüße Sara

  • Sam

    Ein schöner Text, der genau das widerspiegelt, was ich auch beobachtet habe. Einige Themen darf man ja nicht einmal „ignorieren“, sonst gilt man sofort als Depp. Ich halte es seit einigen Jahren so: Jeder soll leben, wie er möchte, solang anderen kein Schaden zugefügt wird. Mir ist es egal, was jemand isst oder welche Filme er schaut, wie die Person angezogen ist. Da achte ich persönlich gar nicht mehr drauf. Wichtig ist, dass sie freundlich ist, anderen gegenüber aufgeschlossen. Ich habe es gerade in der Uni gemerkt… „Hast du gesehen, was XY heute trägt? Und erst die Haare!“ Nee, ist mir egal, denn ich hab mich mit XY wunderbar über andere Sachen unterhalten.

    Ein toller Artikel!

  • Nadine

    Liebe Tanja,
    was für ein wunderbarer Beitrag – dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen!

    Obwohl die Standpunkte in so vielen Bereichen so stark polarisieren, glaube ich, dass sogar die Mehrheit der Bevölkerung einen Mittelweg geht – so wie auch ich. Leider lässt sich das nicht gut „verkaufen“, daher finden extreme Standpunkte viel mehr Gehör. Für ein friedliches Zusammenleben sollten sich alle einmal überlegen, was dies für Auswirkungen haben kann. Ich kann nur hoffen, dass möglichst viele Menschen Deinen klugen Post lesen.

    Alles Liebe und schon jetzt ein schönes Wochenende wünscht Dir
    Nadine

  • Birgit

    Hallo Tanja,
    du sprichst mir aus der Seele. Akzeptanz und Toleranz findet man heutzulage leider ganz selten. Und das ist leider auch nichts neues, das sagt dir ein Mädchen, das als einziges naturrote Haare hatte in ihrem Heimatdorf. Ich habe oft das Gefühl jeder will dem anderen seine Meinung aufzwingen. Wenn wir aber mal zuhören würden, sich auf die andere Person einlassen und uns dessen Sichtweise bewußt machen, können wir vielleicht auch etwas daraus lernen. Schön, dass es doch noch Lichtblicke gibt und Menschen, die ähnlich denken wie ich. In diesem Sinne, einen wunderschönen Tag noch, lg Birgit

  • Horst Schulte

    Soziologen benutzen heute Begriffe über die man früher vielleicht nur gelacht hätte. Verbitterungsmilleu ist so eins. Damit sind die Menschen gemeint, die in Dialogen zu ganz unterschiedlichen Themen die Haltung an den Tag legen, die hier beschrieben werden. Wie konnte es passieren, dass so viel Hass und Wut in so viele Köpfe gelangt ist? Wahrscheinlich wird man das nicht erklären können, ohne auf Politik zu kommen. Aber ich respektiere, dass dieses Thema hier Tabu ist. :-)

    Mir passiert es oft, dass ich in unschöne Diskussionen verwickelt werde. Zu meiner Entschuldigung kann ich vielleicht anführen, dass es dabei meistens um ein ganz bestimmtes Thema geht. Als Streithansel sehe ich mich zwar nicht. Aber als Blogger habe ich -fürchte ich- inzwischen den Ruf weg, einer zu sein.

    Dein Artikel hat in seiner Nachdenklichkeit viele angesprochen. Das ist schön, weil es zeigt, dass viele die Art und Weise, in der heute so oft kommuniziert wird, ganz und gar nicht schätzen. Ich mag auch keinen Streit, sondern bin eigentlich voll harmoniesüchtig. Ich kann es gar nicht leiden, wenn ich mit jemandem Krach habe. Aber im Internet ist es schon sehr leicht gegen gewisse – auch eigene – Regeln zu verstoßen und Leute vor den Kopf zu stoßen. Ich habe mir eingebildet, dass man daran etwas ändern könnte, in dem man die Anonymität im Netz aufhebt. Davon bin ich inzwischen weggekommen. Es würde nichts ändern.

    Ändern wird sich nur dann was, wenn vielleicht mehr Leute auch darüber bloggen würden, wie sehr ihnen diese Entwicklung gegen den Strich geht. Du hast einen schönen Beitrag dazu geleistet.

    Vielleicht werde ich beim nächsten Mal, wenn ich geneigt bin, mich auf einen Streit einzulassen, einfach mal schreiben: Du scheint privat ein netter Kerl zu sein, deshalb verkneife ich mir das, was ich eigentlich schreiben wollte. Oder so. Ich schau mir gern die Social Media Profile der Leute an, die sehr provokativ schreiben. Da erlebt man leider im Sinne dessen nicht allzu oft positive Überraschungen. So ist das leider heutzutage. Aber Kopf hoch. Es gibt bestimmt genug Leute, die mitleiden. Ich auch.

    LG Horst

  • Lippenstift-und-Butterbrot

    Liebe Tanja,

    deine Einstellung zu vielen Dingen passt genau in meine Weltanschauung.

    Auch ich finde diese Schwarz-Weiß-Malerei fürchterlich. Genau deine Beispiele sind mit die entscheidenden.

    Eine Freundin aß von heute auf morgen kein Fleisch mehr. Aus Angst verurteilt zu werden, sagte sie, als es gegrillte Würstchen gab, sie könne heute nicht mitessen, da sie eine Magenverstimmung hat und alles war gut. Zerrupft worden wäre sie, hätte sie die Wahrheit gesagt.

    Wären wir alle ein ganz klein wenig toleranter, wäre unser Leben leichter. Aber wie viele plappern nur nach, was sie irgendwo gehört haben und was die meisten sagen und denken gar nicht darüber nach.

    Ich habe kürzlich einen Mann getroffen, der schlimme Dinge über die Flüchtlinge erzählte und dass er Angst hatte, als ihm einer auf der Straße begegnete. Ich habe ihn gefragt, ob ihn der Flüchtling nun aufgefressen hätte. Seine Antwort war, nein, aber er hätte mich ja angreifen können. Da schwillt mir echt der Kamm. Ich will mir hier nicht weiter auslassen. Die Meisten wissen eh, wovon ich rede.

    Die Devise unserer Familie ist: Es ist uns egal was Jeder tut, macht oder glaubt (und wenn er einen Gartenzaun anbetet). Wenn er dabei friedlich ist und ein guter Mensch, können wir alles akzeptieren. Toleranz wird bei uns ganz groß geschrieben.

    Liebe Grüße und danke für deinen wunderbaren Bericht und die tollen Kommentare der Anderen.

    Sabine

  • Heike Richter

    Liebe Tanja,
    du hast mir aus der Seele gesprochen!
    Gerade wieder habe ich es bei einem Beitrag gehabt. Ich habe eine Reihe über vegane Strickalternativen geschrieben,muss dazu sagen, dass ich kein Veganer bin und diese Reihe einfach mal entstanden ist als ich darüber nachdachte wie es Veganer wohl mit dem Stricken machen. Es ging sofort los: eine Person meinte sich als die Erfinderin der Wahrheit aufspielen zu müssen und es ging ein wüsstes Gemecker los. Zum Glück war es nur diese eine Person und obwohl andere Personen angegriffen wurden aufgrund ihrer Kommentare, gab es keine riesen Diskussion und er verlief dank mangelnder „Gegenspieler“ im Sande. Dabei betone ich immer wieder warum ich das geschrieben habe und das ich niemanden als „besser“ oder „schlechter“ hinstellen möchte, aber irgendwie scheint im WWW die Welt nicht nur schnelllebiger, sondern auch die Emotionen schneller und heftiger zu sein. Es ist ja auch so einfach, man verändert seinen Namen ein bissel und schon meint man, man wird von niemandem erkannt. Niemand ist ein besserer Mensch, nur weil er irgendwas ißt oder auch nicht ißt und jeder sollte es so machen, wie er es von seinem Geldbeutel und Gewissen kann! Aber geht es einmal los, stoßen solche Schlichtungsversuche leider auf taube…. nein nicht Ohren…. ich muss sagen es sind taube Köpfe.
    Man kann dieses Beispiel auf jedes andere „vermiente Feld“ im Internet übertragen. Manchmal ist es wie der berühmte Lauf auf glühenden Kohlen und man muss sich manche Formulierung dreimal überlegen, ob auch ja nicht irgendwas missverstanden werden kann. Es wird sich an kleinen Begrifflichkeiten aufgehangen, in meinem Beispiel Garn und Wolle.
    Wenn ich so etwas lese, möchte ich einfach nur noch in die Tischkante beißen! ;-)
    Ich wünsche mir, dass mehr einfach Farbe bekennen……nämlich einfach bunt zu sein! :-)
    Danke für den tollen Beitrag!
    Liebe Grüße
    Heike

  • Sascha Roterberg

    Hallo Tanja,

    ich sehe das genauso wie du und glaube, dass dies das Ergebnis unserer digitalen Welt ist. Viel zu viele Menschen tummeln sich im Internet und dessen Foren bzw. sozialen Plattformen und meinen, Sie leben dort in einer rechtsfreien und anonymen Welt. Die gute Kinderstube und menschliches, verständnisvolles Verhalten sucht man hier leider vergebens! Ich glaube immer noch an das Gute im Menschen und hoffe, dass sich dieses Verhalten irgenwann mal wieder umkehrt und die Leute lernen, sich wieder wie Menschen zu verhalten!

    Im Mittelalter wurde zu Fackeln und Forken gegriffen, wenn der wütende Mob durch die Straßen zog. Heute sind Fackeln und Forken durch WhattsApp und Facebook ersetzt worden, doch das Ergebnis ist und bleibt das Selbe: Vorverurteilung und bisweilen der Aufruf zur Selbstjustiz.

    Ich hoffe, dass wir alle unseren Kindern ein besseres Vorbild sind und somit die zukünftige Gesellschaft auf einen besseren Weg bringen!

    Liebe Grüße,
    Sascha

  • Romy Matthias

    Klar, jeder hat seine eigene Meinung, so ist das auch richtig. Aber Beleidigungen, etc. gehen garnicht. Das Schlimme ist, dass manche nur mit verletzenden Worten kommentieren können. Das fällt mir in der letzten Zeit immer häufiger auf. Tolle Post. LG Romy

  • Kiss & Make-up

    I’m a vegetarian but all my friends and family members eat meat and we never get into one-sided discussions about it… I never say that only MY way is the right way. Because it isn’t. I do this for me and it’s my choice but if someone else wants to eat meat that’s perfectly fine by me. So no, I actually don’t think the world is becoming more black and white. At least not for everyone. There will always be opinionated people who won’t see things any other way than their own, but let’s not generalize.

      • Kiss & Make-up

        Maybe people are just getting more verbal, I don’t know. Maybe there have always been many opinionated folks around, but with the rise op social media and the growing trend of sharing every single thought online/with others it’s become more clear. I don’t know. I just wish people would be more tolerant and accepting of other people’s opinions and principles.

  • Ede-Peter (Herr R.)

    Hallo Tanja,
    sehr schön geschrieben und vieles bekräftigt oder bestätigt nur meine eigene Meinung und Einstellung. Grad im Netz ist es sehr schwer geworden, eine eigene Meinung zu haben und diese auch zu vertreten, wenn sie nicht der Masse entspricht. Manches mal bin ich es wirklich leid und auch sehr müde, diese ewigen unsachlichen und respektlosen Diskussionen zu führen. Doch habe ich auch festgestellt, dass es der falsche Weg ist oder wäre, ständig nichts sagen zu wollen oder keine Meinung zu haben. Die schweigende Mehrheit, unterstützt letztendlich immer die Minderheit oder eine Gegenseite (zuwider der Gesetze z. Bsp.) und macht es sehr schwer, Ungerechtigkeiten, Respektlosigkeit, Empathie, Hass usw. zu beantworten bzw. auch zu bekämpfen.
    Gut, ok, das soll reichen, ich habe ja nun auch schon mehrfach dieses Thema aufgegriffen und finde es super toll, dass du auch dieses Thema einmal aufgreifst. In den meisten Punkten, die du angesprochen hast, sind wir uns absolut einig.
    Vielen Dank, für einen sehr guten und auch einfach zu lesenden (zu verstehenden) Beitrag.
    LG Ede

    • Tanja Gammer

      Es ist schwierig gerade im Netz, einen Mittelweg zu finden. Du hast natürlich recht, wenn du sagst, schweigen ist auch kontraproduktiv, doch nicht jeder verkraftet die ständigen Angriffe und lässt es deshalb bleiben. Es ist wirklich schwierig und auch ich muss hier und da meinen Senf dazu geben.

  • Moni´s Bloghütte

    Hallöchen

    Wahre Worte die du da nieder schriebst. Ich bin ein Mensch der nicht lange diskutiert wenn es um Politik geht halte ich mich schon mal ganz raus weil ich da keine Ahnung von habe :-) Aber wenn es um mein Recht geht wo ich 100% ig weiß das es richtig ist kann ich auch auch mal diskutieren aber wenn ich merke das ich nicht weiter komme lasse ich auch nach weil man sagt ja immer der klügere gibt nach. Also ich akzeptiere auch Meinungen von anderen wenn sie mich überzeugen können ich lerne immer gerne neues dazu.

    Liebe Grüße Moni und einen schönen ruhigen Sonntag

  • Tanja L.

    In vielen Punkten hast du Recht. Eine Diskussion ist auch in ordnung wenn sie sachlich geführt wird. Mir käme beispielsweise nie in den Sinn, vegetarisch oder gar vegan zu leben. Ich habe schon Gründe gehört, die irgendwie nach Ausrede klangen. Dass da manche auf den Zug aufspringen und dann ne Grundsatzdiskussion lostreten bleibt nicht aus. Ich kenne das ja vor allem mit unseren Autos. Aber am Ende muss jeder mit seiner Einstellung/seinen Handlungen glücklich werden. Ob Tütenfutter oder frisch vom Bio-Bauern, das darf doch jeder selber entscheiden. Wem es nicht passt, wenn andere eine andere Lebenseinstelklung haben, dann bietet das Netz ja die ganz tolle Möglichkeit, das einfach zu ignorieren! Ist im Privatleben nicht immer einfach, aber im INternet auf jeden Fall!

    • Tanja Gammer

      Ich glaube, das lässt sich wirklich auf alles beziehen, da es immer unterschiedliche Meinungen geben wird. Schlimm finde ich, dass dann auf einen rumgeritten wird, der diese kundtut.

  • Petra

    Hallo Tanja,
    Dein Beitrag ist echt gut geschrieben und ich kann dir nur zustimmen, ich habe alleine hier daheim das Problem, das ich solchen u.ä. gelagerten Disskusionen wie du sie oben beschreibst nicht mal mehr aus dem Weg gehen kann, was manchmal echt anstrengend sein kann.
    Ich bin der Ansicht jeder sollte seine eigene Meinung haben allerdings sollte man anderen das selbe Recht eingestehn und sie nicht von der (vermeintlichen) Richtigkeit seiner eigenen Ansichtsweise überzeugen wollen. Denke das wäre für alle am einfachsten. ;)

    Lg
    Petra

  • Kolonialwaren

    Mich ermüdet es mittlerweile sehr, dass es nur noch entweder oder gibt. Und das man sich immr einordnen muss.
    Es gibt doch so viel dazwischen. So viel…

    Liebe Grüße
    Ann

  • Kerstin

    Liebe Tanja, du sprichst (schreibst) wieder einmal wahre Worte. Leider sind so viele Menschen heute regelrecht verbohrt, meinen die einzige Wahrheit zu kennen und schauen nicht über den Tellerrand. Vor allem in den sozialen Netzwerken lese ich oft Dinge, zu denen ich spontan etwas zu sagen hätte – meistens verkneife ich es mir aber, einen Kommentar abzugeben, um mir böse Gegenworte zu sparen. Wenn man nicht zu allem Ja und Amen und Tooooll!!! sagt, ist man ein schlechter Mensch, der den anderen angreift – dabei sind kontroverse Diskussionen doch eine spannende Sache und man könnte voneinander lerne. Ganz heftig fand ich, als ich einmal wegen einer Produkttestablehnung auf Facebook meine Enttäuschung darüber kommentierte, lediglich mit einem „schade, dass ich schon wieder nicht mitmachen darf“. Prompt fielen ein paar mir unbekannte Damen über mich her, was ich mir einbilden würde, ob ich mich für was Besseres halten würde und meinen würde, ich hätte das Recht auf Teilnahme an jedem Produkttest? Häh? Hat das jemand behauptet? Über Kindererziehung, Ernährung etc. sage ich nichts mehr, über Politik und Religion schon gar nicht – dabei würde ich nie jemanden verurteilen wegen seiner Ansichten (außer extrem braunes Gesockse und Menschen, die Schläge für die richtige Erziehungsmethode halten).
    Zum Glück habe ich aber auch Menschen, mit denen ich richtig gut diskutieren kann und die mir sehr nahe stehen, obwohl oder vielleicht gerade weil wir nicht in allem gleich sind.
    Leben und leben lassen, jedem das Seine… ist meine Devise. Ich glaube aber, es ist vor allem mangelndes Selbstbewußtsein, das die Menschen so wenig kritikfähig sein lässt.

    Liebe Grüße
    Kerstin

    • Tanja Gammer

      Das ist wieder so etwas Kerstin, das bekomme ich auch oft mit. Was ist dabei, wenn man Schade, hätte mich gefreut zu testen, schreibt, um gleich auf einen rumzuhacken. Ich verstehe das echt nicht und verkneife mir auch oft ein Kommentar, da ich die mühseligen Diskussionen unter der Gürtellinie leid bin.

  • Claudia

    Hallo Tanja,

    dass hast Du sehr schön geschrieben und umschrieben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die, die gegen andere Meinungen vorgehen, einfach selbst nur unsicher sind.
    Ich persönlich empfinde ähnlich, indem ich jedem seine Meinung lasse, solange es andere nicht verletzt oder gegen geltendes Recht verstößt.
    Ich bin auch mehr auf Leben und leben lassen.

    Ganz liebe Grüße,
    Claudia

    • Tanja Gammer

      Wenn es im Rahmen des legalen und nicht unter die Gürtellinie geht, warum jemanden dann „umpolen“ wollen, nur weil er anderer Meinung ist oder Ansichten hat. Da hast du recht Claudia

  • Perdita

    Ein ganz toller Text!!! Hut ab!!! Auch ich halte meistens meine Meinung zurück – obwohl ich den „Mittelweg“ gehe. Jeder soll so Leben dürfen wie er mag. Einfach nach dem Motto: Leben und Leben lassen.
    LG und schönen Sonntag
    Perdita

  • Nadine

    Hallo Tanja, das wird nie aufhören & man hat das Gefühl es wird immer extremer. In dieser schnelllebigen & reizüberfluteten Zeit nehmen sich immer weniger die Zeit alles auch mal von der anderen Seite zu betrachten. Beinahe schon emphatielos bewegen sich einige (immer mehr) durchs Leben. Schade. So eine bunte Diskussion kann auch Spaß machen ? Ich denke wir bewegen uns ebenfalls mittig. Liebe Grüße

  • Leane

    Wir haben für uns auch den Mittelweg gewählt.
    Ich finde auch das sich einige durch die Medien schnell beeinflussen lassen, leider.
    Ich wünsche dir einen wunderschönen Sonntag
    PS und das hast die genau auf den Punkt mit deinem lesenwertem Text getroffen
    LG Leane

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