Skyline London
Stadt & Land

Ein Wochenende in London – Teil 1

Ein Kurztrip nach London

Nun sind schon wieder einige Wochen ins Land gezogen, als ich und meine Familie das erste Mal London besucht haben. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich hier anfangen soll. Es waren so viele Eindrücke und ich habe Unmengen von Fotos gemacht. Alle werde ich nicht zeigen, es würde hier einfach den Raum sprengen, die Wichtigsten sind jedoch dabei. London war für mich bzw. uns immer ein großer Traum. Leider war es uns bis dahin nicht wirklich möglich, das nötige Kleingeld aufzubringen, welches für diese doch eher teure Stadt benötigt wird. Günstiger geht es nur unter der Woche, was jedoch schwierig zu handhaben war mit Vollzeitjob und schulpflichtigem Kind.

Ab und an spiele ich bei Gewinnspielen mit, jedoch nur dann, wenn ich den Preis auch wirklich unbedingt haben möchte. Die Chancen stehen natürlich nicht sehr hoch, doch als ich bei der BAWAG PSK auf Facebook das Dankeschön Gewinnspiel gesehen habe und London als Hauptpreis ausgezeichnet war, musste ich es einfach probieren. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt ;-) Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie es mir an dem Tag der Gewinnerbekanntgabe ging. Ein Freund hat mir per PN auf Facebook gratuliert und ich erstmal so planlos und null Ahnung was er meinte. Dann habe ich meine Mails gelesen und war komplett aus dem Häuschen. Ich hatte es doch tatsächlich geschafft und den Kurzurlaub nach London gewonnen. An sich wäre es für eine Person gewesen + Taschengeld fürs Shoppen. Insgesamt durfte es keine € 2000,- übersteigen. Ich hätte mich jedoch nie ohne meine Familie nach London gewagt, weshalb wir das umgemodelt haben. So konnten mein Mann und Tochter auch nach London, dafür hatten wir kein Taschengeld zum Einkaufen. Ihr könnt auch das Interview nachlesen, dass ich danach gegeben habe – Interview Tanja London Reise

Dafür möchte ich mich nochmal herzlich bedanken ♥


So, nun aber zum eigentlichen Bericht. Ich werde ihn einfach aufteilen auf die Tage und euch erzählen was wir gemacht haben und wo man auch günstig in London essen kann. Insgesamt ist die Stadt jedoch wirklich teuer aber immer noch um eine Spur günstiger als Kopenhagen. Am Ende werde ich alle Tipps gesammelt auflisten, so ist es übersichtlicher. Ich hoffe auch, nicht zu weit auszuholen und nur das Wichtigste zu schreiben, versprechen kann ich es jedoch nicht. Die drei Tage in London waren einfach wunderschön und es gab so viele schöne Eindrücke. So war es gedacht. Nachdem ich jedoch bei Tag 2 angelangt bin und schon über 2000 Wörter hatte, werde ich ihn nun auf 2 Teile aufteilen.


Tag 1 – Wien / London

 Da wir am Pfingstwochenende geflogen sind und von Samstag bis Montag in London waren, haben wir uns einen Tag davor in Wien einquartiert. Über Booking.com habe ich ein Appartement/Hotelzimmer nicht unweit vom Flughafen gebucht. Das Primus ist perfekt für einen Ablug ab Wien gelegen und für das Taxi, welches an der Rezeption bestellt werden kann, haben wir € 25,- gezahlt. Das Zimmer war groß, geräumig, sauber und hatte sogar eine kleine Kochnische, nur kein Geschirr *gg*. Einzigen Fehler den ich machte und nicht wirklich gut ausgewiesen war, das Frühstück. Das gibt es am Wochenende erst ab 7 Uhr, wir waren jedoch schon weit früher weg. Die Möglichkeit etwas mitzunehmen gab es auch nicht und ich hatte es schon dazu gebucht und konnte es nicht mehr stornieren. Das war wirklich ärgerlich, denn so habe ich das Geld in den Sand gesetzt. Einzige Möglichkeit wäre gewesen, die Buchung komplett zu stornieren und neu zu tätigen, wobei ich dann jedoch nicht mehr den günstigen Aktionspreis vom ersten Mal bekommen hätte. Das Zimmer hat für uns drei nur € 100,- (+21,- für das Frühstück) gekostet, danach gab es das Selbe nur mehr um € 170,- ohne Frühstück. Also in den sauren Apfel gebissen. Das nächste Mal bin ich schlauer. Nun gut, war eben so und es ging von Wien nach London – Heathrow. Dieser ist der größte Flughafen in Europa und sogar der drittgrößte weltweit. Aber keine Sorge, man kann sich dort kaum verlaufen und alles ist perfekt beschildert. Zudem kann man wirklich jeden fragen, alle sind sehr nett und helfen. Trotzdem rate ich jedem, guckt euch bitte vorab die Anbindung zum Hotel über das Internet an. Mit welcher Metro muss ich fahren oder nehme ich den Bus, von dem ich eher abrate zu Anfang.

Unser Hotel, das K+K Hotel George London lag in South Kensington, nicht weit von der Station Earls Court entfernt. Eine wirklich perfekte Vorstadt mit eigenen Charme und vielen Geschäften und Pubs. Keine 5 Minuten entfernt in einer Seitenstraße, war das Hotel. Dort wird auch Deutsch gesprochen, gut, der Besitzer ist auch ein Österreicher ;-)

Normalerweise wäre ja um 14 Uhr Check-in gewesen, aber unser Zimmer war schon um 11 Uhr bezugsfertig. Ein sauberes und geschmackvoll eingerichtetes Hotel. Das Personal war sehr bemüht und gab uns gleich Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und einen Stadtplan. Unser Zimmer war geräumig und das Zustellbett sogar 140×200 breit. Da freute sich unsere Tochter. Es gab einen TV, Minibar, Föhn und leider ein etwas winziges Bad mit Dusche. Die Toilette ist hier etwas doof angebracht und ein paar Zentimeter neben der Glaswand der Dusche und auch auf der anderen Seite, nur einige freie Zentimeter zum Waschbecken. Das hat uns jedoch nicht sonderlich gestört, da wir die meiste Zeit nicht im Zimmer waren. Das Frühstück war vielfältig und von Würstel mit Bohnen, Speck, Obst, Eiern, Gemüse, Müsli, und und gab es wirklich alles. Nur das Angebot an Gebäck hätte für meinen Geschmack etwas mehr sein können. Man wurde definitiv satt und hat gut gegessen. Kaffee wird an den Tisch gebracht und nachgeschenkt. Ich habe hier ein paar Bilder für euch. Einfach einmal darauf klicken und sie werden größer.


Nachdem wir im Zimmer waren, die Uhr eine Stunde zurück stellen mussten zwecks Zeitunterschied, und meine Tochter ein Nickerchen machen wollte, waren schon seit 4 Uhr Morgens auf und unterwegs, haben mein Mann und ich die Gegend erkundet.

So sind wir raus zur Hauptstraße und diese rauf und runter gegangen. Reiseproviant haben wir sofort bei Starbucks gefunden. Ich kam mir wie in den Filmen vor. Überall die Zäune und Aufgänge zu den Eingangstüren. Ungewohnt war es auch, dass man ja nun umdenken musste und wenn man über die Straße gehen möchte, in die verkehrte Richtung gucken muss. Ich habe genau einen Zebrastreifen während des Aufenthaltes in London gesehen. Damit wir Touristen uns einfach tun, gibt es sogar am Boden Hinweise – look left! look right! Viele Pubs, überall Blumen und jede Menge teurer Autos. Soviele Flitzer auf einmal, die jenseits vom 5stelligen Betrag sind, habe ich noch nie gesehen. Nach dem vierten Ferrari nach 20 Minuten, war ich der festen Überzeugung, die muss es wo gratis geben *gg* Die typischen roten Doppeldeckerbusse, schwarze und bunte Taxis aus den Filmen gibt es auch in Unmengen. South Kensington liegt nicht weit vom Hyde Park und Kensington Garden, den wir dann nach dem Schläfchen meiner Tochter gemeinsam besuchten. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg dorthin und haben uns den Kensington Palace angesehen und einmal eine Runde um beide Parks gemacht. Dabei haben wir einen unfreiwilligen Zick Zack eingelegt und total den Speaker´s Corner übersehen. Beim Rückweg ging es vorbei am Hyde Park Corner, am See – The Serpentine (wenn man ihn mal See nennen kann), sahen das Prinzessin Diana Memorial und kamen dann zur Royal Albert Hall und dessen Memorial. Ihr könnt dann gegen Ende alle Sehenswürdigkeiten im Slider sehen. Irgendwie musste ich es aufteilen. In den Seitengassen haben wir beblumte Hinterhöfe gesehen, viele Menschen die sich zum Rauchen versammelten und auch die Post war unterwegs. Wir hatten dann natürlich irgendwann einmal Hunger und da ich mich vorher im Netz etwas schlau gemacht habe, wusste ich schon, wohin wir gehen mussten. Vom Hotel auf der Hauptstraße, gibt es die Pizzeria Franco Manca. Leckere Pizzen zum unschlagbaren Preis mit einem supernetten Inhaber. Man muss jedoch schnell sein, denn es füllt sich rasant und es bildet sich sogar eine Schlange raus. Sie haben zwar nur 6 Pizzen im Angebot, aber dafür werden sie noch in einem Holzsteinofen  gemacht und kosten nur umgerechnet € 9,-. Das Trinken ist hier eher das was teuer ist. Egal ob in den Restaurants oder den Supermärkten. Günstig bekommt ihr Flüssiges in Geschäften der Inder oder auch im Sainsbury´s. Nehmt euch aber unbedingt Wasser für unterwegs mit, so wird es günstiger. Als nächster zeige ich euch, was wir unter anderem gegessen haben. Hier gilt wieder, klick und es wird größer!


Tag 2 London City

Nachdem wir sehr gut geschlafen haben und uns gestärkt vom Frühstück bereit für die City und den ganzen Sehenswürdigkeiten von London fühlten, klagte unsere Tochter etwas über Schmerzen an den Füßen. Sie ist das viele gehen einfach nicht gewohnt. Gutes Schuhwerk ist hier sehr wichtig. Wir sind eigentlich immer mit Turnschuhe bei solchen Städtetrips unterwegs. Unser Plan war zuerst, zu Fuß in die Stadt zu gehen, so nahmen wir aber die Metro und fuhren bis Tower Hill. Dies ist der äußerste Punkt für uns und von dort sind wir dann zu Fuß bis zur Victoria Station gegangen. Den Anfang machte natürlich die Tower Bridge und der Tower of London. Vorweg, wir sind in keine der Sehenswürdigkeiten hinein gegangen. Zu teuer und die Menschenmassen waren gigantisch. Besorgt euch vorweg unbedingt online Tickets, wenn das möglich ist. Ihr müsst zwar auch bei dieser Schlange etwas warten, aber bei weitem nicht so lange, wie wenn ihr euch erst bei den Tickets anstellen müsst und dann bei der Eintrittsschlange. Es gibt natürlich auch eine Travelcard, mit der ihr die meisten Eintritte in Sehenswürdigkeiten dabei habt. In der Nähe befindet sich auch das Merchant Navy Memorial, welches wir uns angesehen haben.

Von dort aus, ging es dann zu Fuß neben der Themse entlang. Vorbei an vielen Künstlern und kleinen Ständen mit Essen. Wir sind dann rauf zur St. Paul´s Cathedrale und vorbei an vielen modernen Vierteln. Ich muss gestehen, jetzt wo ich die Bilder sehe, weiß ich bei fast der Hälfte nicht mehr, was das war. Da wir viele Seitengassen genommen haben und nicht immer angeschrieben ist, was man da vor sich hat, fehlt mir der Plan und ich kann euch leider nicht alles aufzählen. Zur Stärkung haben wir uns Nähe der Millenium Brigde, Fish and Chips vom „The Centre Stage“ um umgerechnet € 8,70 geholt. Unser nächstes Ziel war das Coca Cola London Eye. Das berühmte Riesenrad, welches pro Person geschlagene 40 Pfund verlangt für eine 30minütige Fahrt im Stehen. Umgerechnet sind das €52,- pro Person. Die Schlange zum Ticket sehr lange und dann noch eine noch längere Schlange zum Anstellen zum London Eye. Nein, das wollten wir dann wirklich nicht und haben uns bei einem kleinen Foodtruck Donuts geholt :-) Einmal umfallen und man ist beim Big Ben. Gewaltig und riesig ragt er über die Skyline. Der Klang ist enorm, leider wird er schon eingehüllt, denn er wird restauriert und ab nächstem Jahr ist er dann still, bis sie mit allem fertig sind. Hatten wir noch Glück. Für Fotos natürlich doof mit den Abdeckungen. Insgesamt wird in London City wirklich viel gebaut und man sieht schon mehr Kräne in den Himmel ragen als Hochhäuser! Von dort ging es dann weiter zum Horse Guards und wir wollten uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Leider sind wir um ein paar Minuten zu spät gekommen. Dafür haben wir die Ablöse durch den St. James´s Park spazieren gesehen. Dort war dann auch der St. James´s Palace, den wir uns angesehen haben. Ach ja, neben Big Ben ist das Goverment Office, also echt, das ist pompöser als der Buckingham Palace, Wahnsinn. Zu diesen ging es dann auch nachdem wir durch den Park geschlendert sind. Die Queen war leider nicht zugegen und so konnte ich keinen Tee mit ihr schlürfen. Pf, Tanja was not amused! Vom Palast sind wir dann zur Victoria Station gegangen um mit der Metro wieder zum Hotel zurück zu fahren. Doch bevor wir das machten, haben wir Jamie Oliver´s Italien Restaurant entdeckt. Wenn man mal dort ist und es findet, muss man doch auch rein. Es war stylisch, riesig, zweistöckig und mit offener Küche. Das Essen war lecker und wieder nicht so teuer wie ich dachte. Für Penne haben wir an die € 11,- gezahlt. Danach haben wir die Metro zurück zum Hotel genommen und waren fix und fertig von den Eindrücken und Menschenmassen!

Westminster PalastVorplatz Buckingham PalastTower of LondonTower BridgeSt. Paul´s CathedraleSpringbrunnen Kensington GardenSkyline LondonSkyline London CityRoyal Albert HallQueen Victoria MemorialNatural History MuseumLondonLondon EyeLondon Big BenKensington SchloßKensington PalaceKensington GardenBuckingham PalastBig Ben


Das waren unsere ersten 2 Tage in London. Im nächsten Teil nehme ich euch mit zum letzten Tag und fasse alle Tipps mit Links zu den Seiten, zusammen. Ich habe sicher sehr viel vergessen und kann mich nicht mehr an einzelne Namen der Gebäude und Kunstobjekte die es in fast jeder Straße gibt, erinnern. Ihr werdet es mir aber sicher verzeihen ;-)

Jetzt sind es doch wieder über 2000 Wörter geworden. Danke an alle die bis hierher sich alles durchgelesen haben und nicht weggebrochen sind *gg* Ich hoffe ihr seid beim nächsten und letzten Teil von London wieder dabei und ich konnte etwas von den tollen Eindrücken und unserer Freude über den Urlaub vermitteln.

Leseratte, Hobbyfotografin, Globetrotter und Hobbyköchin aus Leidenschaft. Immer auf der Suche nach Neuem und Interessanten. Kreativität, Begeisterung, Liebe und meine Familie machen mein Leben so bunt. Ab und zu bin ich etwas verrückt also nicht wundern!

57 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.