Strandbar dominikanische Republik
Stadt & Land

Erinnerungen an einen schönen Urlaub in der Dom. Rep.

Erinnerungen an die Dominikanische Republik

Durch die Blogparade „Über den Wolken„, kamen auch wieder die Erinnerungen an den damaligen Urlaub in der dominikanischen Republik hoch. Es war einer der schönsten Wochen die ich hatte. Klar, es ist nun leider schon wieder über 15 Jahre her, aber an vieles erinnere ich mich, als ob es gestern gewesen wäre.

Mittlerweile dürfte sich doch das Ein oder Andere geändert haben.

Warum also nicht hier auch schriftlich und bildlich festhalten, euch zeigen was wir damals erlebt haben und auch damit ich selbst immer nachschauen kann, sollte ich es im hohen Alter komplett vergessen!

Also gleich mal meinen Papa angerufen und ihm gesagt, er soll mal alle Bilder bringen, die er noch hat.

Diese habe ich dann ab fotografiert und werde euch hier zeigen. Die Qualität ist natürlich jetzt nicht so gut wie wenn ich es digital gehabt hätte, aber damals gab es das ja auch alles noch nicht so.

Ich nehme euch nun mit auf meinen damaligen Urlaub, und vielleicht war ja jemand von euch die letzten Jahre auch einmal dort und kann mir erzählen ob sich etwas verändert hat!

Dominikanische Republik – San Juan

San Juan liegt an der Nordküste und ist nach Puerto Plata (Flughafen) die nächste größere Ortschaft. In einer Größe von 3363 km² leben über 232.000 Menschen. Aber mit mehr Fakten will ich euch gar nicht länger belestigen!

Sehr gut kann ich mich noch an das mehr als leckere Essen des Clubs erinnern, leider wissen wir einfach nicht mehr, wie der hieß.

Strandbar
Strandbar San Juan

14 Tage wurden wir mit nationalen und internationalen Köstlichkeiten verwöhnt.

Der Strand weiß und das Meer in sämtlichen Blau- und Türkistönen die gerade dazu schrieen – komm herein und genieße den Augenblick! Kitschig, ich weiß, aber solche Farben habe ich noch nie gesehen. Urlaub (21)Auf dem Weg zu unserer Unterkunft haben wir die sogenannte Autobahn benutzt *gg* wobei bei uns das eher als Feldweg zu bezeichnen wäre. Dort standen dann einfach Leute am Straßenrand und wurden von den Bussen aufgegabelt. Es gibt dort keine Haltestellen wie bei uns! Wenn man aussteigen wollte, dann sagte man es einfach dem Fahrer und er bliebt stehen.

"Autobahn"
„Autobahn“

Auch sah man die Armut der Menschen und wie sie lebten. Die bekannten „Wasserdörfer“, die für unsere Verhältnisse nicht tragbar wären und einen kurz schüttelt bei dem Anblick. Das man so leben kann, konnte ich mir nicht vorstellen damals.

Wir hatten aber auch Ausflüge gebucht und ein Highlight davon war ganz klar HAITI!

Der Weg über die Grenze war schon aufregend. Man durfte nicht fotografieren. Das Grenzhaus wurde bewacht von Männern mit „schwerem Geschütz“. Darin befand sich lediglich ein Tisch, 2 Stühle und Fotos von der Regierung. Hinter dem Tisch saß ein dicklicher Mann der unsere Pässe kontrollierte, welche wir selbst abstempeln durften.

Wir haben auf dem Weg bei einer Familie angehalten und durften sehen wie sie leben. Unser Guide meinte, falls wir etwas haben, außer Geld, das wir nicht mehr brauchen, können wir es ihnen gerne schenken.

Urlaub (18)Sie waren sehr nett und haben uns alles gezeigt. In der Mitte befand sich eine Feuerstelle, mehr nicht. So lebten sie, in einem Raum des Lehmhauses. Die Toilette befand sich außerhalb und sah nicht besser aus.

Toilette Einheimische Dom RepWeiter ging es dann auf den eisernen Markt. Den Namen hat er deshalb, weil der Architekt des Eiffelturms diesen plante.

Man brauchte einen starken Magen. Düfte strömten da in die Nase, puh! Das Fleisch, die Tiere, alles was angeboten wurde, hang leblos oder fast von den Decken, stapelte sich in Eimern oder wurde vor den Augen geschlachtet. Andere Länder andere Sitten.

Eisenmarkt HaitiDie „Halle wurde überdacht von einem Stahlgerüst, natürlich passten nicht alle „Stände“ darunter, wie man hier sehen kann. Ein Gewusel und schweres Vorankommen durch die engen Gassen.

Der Höhepunkt war aber ganz klar das Ritual eines Stammes, dem wir beiwohnen durften, dank unseres Guides. Dieser kannte den Stamm und bat darum. Wir fuhren also in die Berge. Uns wurde gesagt, hoch oben gibt es noch Menschenopfer für den weißen Woodo und man solle besser nicht hinauf fahren. Als ob wir das vorgehabt hätten nach der Ansage *gg*

Kommen wir also zu dem Ritual. Ein Junge wird in den Kreis der erwachsenen Männer aufgenommen. Hierfür gibt es eine Zeremonie. Bei dieser tanzen Männer und Frauen um ein Feuer im Rythmus der Trommeln. Begleitet von 80% Rum tanzen sie sich so in Trance. Viele bleiben im Feuer stehen oder setzen sich hinein. Ein kleiner „Altar“ wurde mit den Opfergaben platziert.

Voodoshow HaitiVoodoritualWir durften rund um den Platz zusehen. Sie tanzten sich bis zum Höhepunkt des Rituals in Trance. Dann kam der Junge und musste einem lebendigem Huhn die Kehle durchbeißen. Das Blut träufelten sie in eine Opferschale als Darbietung.

Voodoritual HaitiVoodoshow HaitiFür uns mag es befremdend sein, klar, aber für den Jungen – Mann, war es eine Ehre und er durfte auch bei wichtigen Fragen nun seine Stimme erheben.

Das Ritual an sich war nun beendet, jedoch tanzten sie sich weiter in Trance und feierten. Leider wurden auch bei uns langsam die Folgen der monoton klopfenden Trommeln bemerkbar. Die Tanzbewegungen der Einheimischen und deren Gesänge taten ihr übriges. Viele von uns wippten schon lange im Takt mit und fingen auch an zu singen, da war unserem Guide klar, wir müssen nun aufbrechen. Auch weil die Menschen immer ausgeflippter wurden und sich wild umher schüttelten. Man kennt es auch aus den Filmen, wenn jemand bessessen sein soll und sie es austreiben wollen. Da ist nicht viel Unterschied in der Verhaltensweise.

In der Nähe von Puerta Plata gibt es auch einige alte Forts und Burgen die man besichtigen kann. Leider wurden viele zerstört und nur mehr die Grundrisse oder halbe Mauerteile sind sichtbar. Eine davon haben wir besucht, diese war noch gut erhalten! Auch hier, kann ich leider nicht mehr sagen wo genau es war, es ist einfach schon zu lange aus!

Meistens jedoch waren wir in der Anlage. Solche Ausflüge sind natürlich nicht gerade günstig.

Auch die „Bacardi Insel“ haben wir besucht und den berühmten Baumstamm gesehen, den man im Werbespot dazu sieht. Insgesamt jedoch war die Insel weit weniger schön als man erhoffte. Dort haben wir auch gemerkt wie schnell die Menschen laufen können. Es braute sich am Meer ein Unwetter zusammen, und flux waren sämtlich Strandstände geschlossen und wir mussten so schnell wie möglich ins innere laufen. Es war nicht nur ein normales Unwetter, nein es war ein schöner ausgewachsener Hurrikan. Sofort schlugen die Wellen meterhoch und alles wurde finster.

Kurzer Anflug von Panik *gg* aber es war auch schnell wieder alles vorbei!

Ein wirklich schöner Urlaub, an den ich mich sehr gerne erinnere. Eines Tages möchte ich meine Familie auch dorthin entführen.

Ich hoffe euch hat die kleine Zeitreise mit mir gefallen?! Vielleicht war ja jemand von euch in letzter Zeit dort und kann mir sagen was euch besonders gefallen hat oder sich verändert.

 

Leseratte, Hobbyfotografin, Globetrotter und Hobbyköchin aus Leidenschaft. Immer auf der Suche nach Neuem und Interessanten. Kreativität, Begeisterung, Liebe und meine Familie machen mein Leben so bunt. Ab und zu bin ich etwas verrückt also nicht wundern!

4 Comments

  • Jorge

    Bin begeistert von deinem Bericht! Ich liebäugele mit der dominikanischen Republik als Reiseziel für nächstes Jahr, und bei deinen Bildern und Texten bekomme ich schon wieder Fernweh! Kam gerade aus Brasilien, und da ist es so ähnlich, die Favelas aufm Wasser gebaut aus Holz, und Macumba ist hier auch überall an jeder Strassenecke zu finden, echt anders, diese Naturreligionen, die alles vereinen! Würde ich dir auch mal empfehlen, Brasilien ist sehr schön!

  • Natalie

    Hab hier grad noch mal nachgesehen wo du damals genau warst. San Juan? Das finde ich auf der Insel gar nicht und google sagt mir dass das auf der Insel Puerto Rico liegt!?

    • Tanja Gammer

      Nene – San Juan ist eine Provinz in der Dominikanischen Republik. Am Nordrand der Provinz an der Grenze zur Provinz Santiago befindet sich der höchste Berg der Karibik, der 3098 m hohe Pico Duarte.

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