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Erziehung, kann man das essen?

Die Überschrift lässt schon erahnen um was es heute bei mir geht!

Es brennt aktuell gerade unter meinen Nägeln und muss deshalb raus.

Ich glaube es wird Zeit das ich auch meinen Senf zu dem Thema abgebe bzw. euch meine Sichtweise darstelle.

Meine Tipps vom letzten Mal, wie man Leser los wird, kamen sehr gut an und mir scheint überhaupt, das solche Themen sehr gut aufgenommen werden (klick), weshalb ich nun den „Runden Tisch“ in meinen Blog aufgenommen habe. Hier schreibe ich über Themen über welche wir gemeinsam quatschen können. Wenn ihr also über etwas Bestimmtes reden wollt und ich es aufgreifen soll, schreibt mir einfach.

Bitte nehmt diesen Post nicht persönlich. Ich will hier niemanden kritisieren oder belehren. Einzig meine eigene Meinung spiegelt sich hier wieder. Natürlich kann und wird es Jeder anders sehen, oder eben auch nicht.

Fangen wir also an. Puh, ein Bericht ist mir noch nie so schwer gefallen.

Zu weit ausholen möchte ich nicht, genauso wenig will ich euch jetzt einen Roman schreiben den man unmöglich bis zum Schluss lesen kann. Deshalb gibt es hier ein paar Zauberwörter, die für mich der Grundstock einer jeden guten Erziehung sind!

Respekt

Für mich ein sehr wichtiger Aspekt einer Erziehung. Kinder haben diesen anscheinend nicht mehr, egal ob vor Menschen oder Tieren! Aber wie könnten sie auch, denn manchen Erwachsenen ist dies schon ein Fremdwort.

Sieht und hört man sich um, kommen einem Wörter unter wie „Oida“, „Geh leck“, „Red mich nicht blöd von der Seite an“, „was solls, ist eh nur ein blödes Vieh“, „was will die Alte von mir“ und und und. Eine Liste die ich unendlich schreiben könnte.

Älteren wird nicht mehr geholfen, Tiere werden einfach getreten oder schlimmeres!

Ganz ehrlich, es macht mich traurig wenn Kinder so handeln oder reden (aber auch bei Erwachsenen). Kraftausdrücke gehören auch zu hause verbannt.

Aber nicht nur der Respekt vor Anderen als Kind ist wichtig. Auch wir müssen den Kindern gegenüber Respekt haben. Obwohl sie jünger und kleiner sind, heißt es nicht das sie das nicht verdient hätten.

Man sollte Andere immer so behandeln, wie man selbst behandelt werden will!

Grenzen

Die größte Lüge des Jahrhunderts – Kinder erziehen sich selbst!

Alleine wenn das schon Eltern zu mir sagen, stellen sich mir alle Haare auf. Wie soll ein Kind wissen was es darf und was nicht. Es ist wie in der Schule. Wenn uns niemand lernt das 1+1= 2 ist, woher sollen wir es dann wissen.

Genauso müssen wir Kindern zeigen was sie dürfen und was nicht. Ein Nein alleine reicht hier aber nicht. Kinder sind nicht dumm und sehr wissbegierig. Man muss ihnen erklären, warum man eben Nein gesagt hat. Wieso sie das nicht dürfen, denn so ergibt sich für sie eine Logik. Ich darf nicht auf die Straße laufen – WEIL mich dann ein Auto erfassen könnte und mich verletzt! Ich darf niemanden schlagen – WEIL es demjenigen weht tut, und man das ja selbst auch nicht mag! Nur um Beispiele zu nennen.

Grenzen hören aber nicht nur bei dem auf. Nein, sie ziehen sich durch das ganze Leben und je nach Alter sind sie verschieden.

So erkläre ich einem Kleinkind ganz andere Dinge als einen Teenager.

Wichtig ist auch das beide Elternteile an einen Strang ziehen. Klar darf ab und an mal der Eine der Gute sein und etwas erlauben, aber Vorsicht, Kinder sind sehr gerissen und nutzen das zu ihrem Vorteil aus *gg*

Höflichkeit

Hier muss ich zugeben, egal ob Kind oder Erwachsener, mir scheint, dass dies immer mehr abhanden kommt und um sich greift wie ein Virus.

Wir erziehen die nächste Generation im Glauben, das einem alles im Leben zufliegt und man sich für nichts mehr bedanken muss oder darum bitten. Alles ist selbstverständlich geworden.

Will man etwas, heißt es BITTE. Bekommt man es, heißt es DANKE. Eigentlich nicht schwer, oder.

Nur hier auch wieder, woher wissen, wenn es einem keiner zeigt. Diese zwei Wörter scheinen in Vergessenheit zu geraten und wurden durch JETZT und GEHT JA ersetzt. Es ist genauso wie es sich anhört, rotzfrech.

Das Selbe gilt wieder in die umgekehrte Richtung, auch wir Eltern müssen diese zwei Wörter sagen und sollten sie viel öfter benutzen.

Nicht nur Gesprochenes zeichnet sich als Höflichkeit aus, nein auch was wir tun bzw. nicht tun. Hier ein paar Beispiele, damit es den Rahmen nicht zu sehr sprengt.

Zuerst lässt man Andere aussteigen, bevor man einsteigt!

Zuerst ausprechen lassen, dann selber reden!

Ältere lässt man sitzen und steht selber auf oder hilft ihnen, wenn man sieht das sie diese gerade benötigen!

Man hält die Tür auch für Andere auf und es ist nicht nötig als Erster durch zu gehen oder sich durchzuzwängen!

……

Zuhören

Im Prinzip kein Wort an sich, sondern etwas das wir immer seltner machen.

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, in der wir zeitlich immer mehr eingespannt sind. Folglich auch immer kraftraubender ist. Das schlagt auf das Gemüt und so verpassen wir als Eltern wichtige Momente die uns unsere Kinder mitteilen wollen.

Kinder sind Spiegel unserer selbst und wenn wir es ihnen so vorleben, dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie uns nicht zuhören!

Wenn meine Tochter mit 4 Jahren zu mir kam und mir ein „Problem“ oder sonstiges sagen wollte, nahm ich es genauso ernst, wie wenn sie jetzt mit 14 Jahren kommt und sich über etwas aus der Schule beschwert oder über Freunde.

Handy, Tablet, Buch, Kochlöffel  & Co beiseite legen, alles was unsere Kinder zu erzählen haben, muss als WICHTIG angesehen werden. Wir müssen zuhören, ja und auch nicht vergessen, ausreden lassen. Mag es uns als nichtig erscheinen, so ist es gerade für unser Kind ein wichtiges Anliegen und will ernst genommen werden.

Hören wir nicht zu, kommt unser Kind eines Tages gar nicht mehr zu uns, und wir dürfen uns nicht wundern falls wir den Bezug verlieren und nicht mehr wissen, was im Leben unserer Kids vor sich geht.

Ihr seht, die Punkte greifen auch ineinander.

Ich könnte nun unendlich weiter schreiben, aber möchte hier doch einen Schlussstrich machen. Das Wichtigste denke ich, habe ich aufgezählt und geschrieben!

Bewusst habe ich ein paar Themen ausgelassen, einfach weil es dann wirklich den Rahmen sprengen würde.

So, nun seit ihr an der Reihe. Wie seht ihr das, einer Meinung mit mir oder sehe ich das einfach zu eng und bin zu streng?

Leseratte, Hobbyfotografin, Globetrotter und Hobbyköchin aus Leidenschaft. Immer auf der Suche nach Neuem und Interessanten. Kreativität, Begeisterung, Liebe und meine Familie machen mein Leben so bunt. Ab und zu bin ich etwas verrückt also nicht wundern!

9 Comments

  • Sandra Dietzel

    NEIN, du siehst das keineswegs zu eng! Genauso ist es bzw. sollte so gehandhabt werden. Leider ist genau das Gegenteil der Fall. Es ist für mich eine Katastrophe und du weisst ja das ich an einer Schule arbeite und genau mit diesen Sachen, die eigentlich für mich normal sind und zum Leben gehören, zu kämpfen habe, weil die Kids kein Danke, kein Grüßen kein Ausreden und vorallem viele Schimpfwörter kennen. Die Erziehung bleibt heutzutage irgendwie auf der Strecke finde ich. LEIDER.
    Liebste Grüße Sandra und danke für deinen Post

  • Ede-Peter

    Hallo Tanja,
    bin eben noch über diesen Artikel „gefallen“ und werde Morgen eine Kommentar dazu verfassen. Gefällt mir dein Ansatz.
    Eine Frage hätte ich dann doch noch – es sollen 56 Kommentare abgegeben geschrieben sein, ich sehe aber nur den von Karin ??
    Hab ich da was verpasst ? Muss ich mich bei dir registrieren um alles lesen zu können oder „spinnt“ die Anzeige ?
    Ok, also dann bis Morgen
    Ganz lieben Gruß
    Ede-Peter

      • Ede-Peter

        Hallo Tanja,
        son Absturz ist schon ärgerlich.

        Zum eigentlichen Post möchte ich auch gerne einen kleinen Kommentar beisteuern:
        Ich persönlich glaube, dass die von dir aufgezählten Punkte so eng mit einander verknüpft sind, dass diese nicht einzeln stehen können.
        Wenn ich nicht höflich bin, kann und bin ich auch nicht Respeckvoll – dieses gilt selbstverständlich auch für das zuhören.
        Du hast eines sehr treffend geschrieben, was ich mir (auch als Erwachsener (oder gerade weil ich schon groß bin )) sehr oft in Erinnerung rufe oder nach dem ich meine Handlungen tätige (und das ist immer etwas mit Respekt):
        „Tue anderen niemals das oder etwas an, was du selber nicht leiden kannst oder wie du selbst nicht behandelt werden möchtest.“
        Ich glaube wenn man hier ansetzt, hat man schon das beste pädagogische „Hilfsmittel“ in der Erziehung (auch als Eltern) und natürlich das vorleben und / oder „vorhandeln“.

        Damit ich jetzt nicht zu weit aushole, stoppe ich jetzt lieber an dieser Stelle.
        Es ist natürlich immer schwer das sogenannte Richtige zu tun, aber gibt es in der Erziehung ein richtig oder falsch ?
        Es spielen so viele Einflüsse eine Rolle (wie z.B. der soziale Status der Familie, um nur ein Beispiel zu nennen), dass das Richtige oder auch das Falsche im Auge des Betrachters liegt.

        So, jetzt ist aber wirklich genug. Mein Problem ist, ich bin ja Pädagoge und habe etliche Jahre mit Kindern und Jugendlichen „gearbeitet“ (und habe selber ja auch Kinder – bei denen so einiges schief gelaufen ist. Trennungs-Kinder eben), daher hab ich zu solchen Themen immer soooo viel zu sagen :) :)
        LG
        Ede-Peter

        • Tanja Gammer

          Hallo Ede-Peter,
          ich gebe dir vollkommen recht. Man sollte immer so sein und andere behandeln wie man es selbst will. Solche Themen könnte man natürlich ausführlicher diskutieren, aber das würde den Rahmen sprengen. Viele Faktoren hängen zusammen, wobei man immer die „Grundregeln“ seinen Kindern beibringen sollte.
          Liebe Grüße

  • Karin

    Hallo Tanja,
    ich verfolge deinen Blog ja schon eine Weile und heute habe ich endlich einmal Zeit, auch in älteren Beiträgen zu lesen.
    Der Beitrag hier spricht mir aus der Seele. Er würde wunderbar in meine Blogaktion gestern gestartete Blogaktion „Jung an Alt – Alt an Jung“ passen. Hast Du Lust mitzumachen. Ich würde mich freuen.
    LG und einen wunderschönen Feiertag.
    Karin

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