(Gastbeitrag) Lachen – der große Auftritt

Frau mit Regenschirm

Heute gibt es wieder einen schönen Post vom Gastblogger Lorenz. Kennen gelernt habe ich ihn beim Bloggerausflug mit Siemens nach Salzburg! Wir waren sofort auf einer Wellenlänge und ist ein wirklich interessanter Mensch. Man kann sich mit ihm gut unterhalten und auch seine Sichtweise ähnelt meiner sehr stark. Deshalb freue ich mich auch doppelt, über diese schöne Zeilen von ihm, und ich hoffe ihr besucht ihn und natürlich freut er sich über neue Follower auf seinen Kanälen. Doch ich möchte gar nicht mehr lange schwafeln, sondern ihn zu Wort kommen lassen…


„Entschuldigung, bin ich hier richtig?“ Ein kleines Endorphin betritt den Warteraum der Emotionszentrale im Gehirn und wartet darauf aufgerufen zu werden. Ein grimmig aussehender Geselle hebt seinen finsteren Blick und meint: „Das werden wir noch sehen.“ Etwas eingeschüchtert nimmt das Endorphin Platz. „CORTISOL„, steht in großen Buchstaben auf dem Namensschild des Stresshormons.  Doch da sitzt noch jemand verstohlen in der Ecke und lässt seine Muskeln spielen. Die Ungeduld steht ihm förmlich ins Gesicht geschrieben. „Das muss ein Adrenalin sein.“, denkt sich das kleine Endorphin. Schon geht eine Tür auf und aus dem Lautsprecher darüber ertönt eine knarzende Stimme: „Cortisol bitte, Cortisol!“ Das Stresshormon steht auf verschwindet mit einem selbstsicheren Grinser in den nächsten Raum. „Ich hoffe, ich komme auch bald an die Reihe“, denkt sich das kleine Endorphin. Es setzt sich auf einen der gemütlichen Sessel und wartet. Ab und zu steht das Adrenalin auf und dreht mit unruhigem Schritt vereinzelt seine Runden. Manchmal kommt auch das Cortisol zurück; mit stolzgeschwellter Brust und blitzenden Augen. Oft dauert es ziemlich lange, bis das kleine Endorphin aufgerufen wird, aber es lässt sich dadurch nicht entmutigen. Denn es weiß, wie wichtig seine Rolle ist und spielt sie jedes Mal mit voller Hingabe. Der Regisseur im Gehirn weiß das nur nicht immer zu schätzen. Das Stück: „Die anderen sind schuld!“ erfreut sich einfach zu großer Beliebtheit und  die tobende Menge will schließlich bedient werden.

Ich hoffe, dass ihr euer kleines Endorphin öfter die Bühne der Emotionen betreten lasst. Es arbeitet genau so hart, wie alle anderen Hormone, in unserem Körper. Mir müssen dafür nur den Spielplan ändern. „Wofür kann ich heute dankbar sein?“, „Es gibt noch liebenswerte Menschen.“, oder „Was ist heute alles wunderbares passiert?“ sind etwas aus der Mode gekommene Klassiker. Sie sind genau so gut, wie jedes andere Stück. Wir müssen lediglich lernen, nach dem Stück zu verlangen, das wir auch wirklich wollen. Oft wurde uns diese Entscheidung schon früh abgenommen und wir kennen womöglich die unglaubliche Vielfalt gar nicht, die uns tagtäglich offen steht. Lachen kann sogar dafür sorgen, dass unser kleines Endorphin öfter an die Reihe kommt und sogar Gastauftritte bei unseren Mitmenschen geben darf. Heute wollen wir uns einmal näher anschauen, was genau das Lachen so gesund macht.

Ist der Mundwinkel oben, wird man dich loben

Schicken wir unser kleines Endorphin auf die Bühne, ruft es im körpereigenen Publikum erstaunliche Reaktionen hervor. Eine erhöhte Atemfrequenz ist hier keine Seltenheit; die Lunge läuft wort wörtlich zur Hochform auf. Das Herz lässt sich durch den erhöhten Sauerstoffgehalt im Blut regelrecht zur Steigerung des Pulses hinreißen. Das wiederum fördert die Verbrennung von Cholesterin. Den Cholesterinwert dort hinbekommen, wo man ihn haben will? Das wäre doch gelacht! Auch die Besetzung der körpereigenen Security wird aufgestockt, um unerwünschte Gäste fernzuhalten. Die Killerzellen kümmern sich in heiteren Stunden vermehrt um die körperliche Gesundheit durch Stärkung des Immunsystems. Für Grippeviren gilt dann: „Wir müssen draußen bleiben.“ So kann die Darbietung des Endorphins vom Körper in vollen Zügen genossen werden. Gleichzeitig sinkt der Blutzucker, weil Lachen auch eine ganze Menge Kalorien verbraucht. Für die besonders heiteren unter uns: alle 10 bis 15 Minuten, die wir lachend verbringen, benötigt unser Körper etwa 50 Kalorien. Zudem massieren wir dabei unser Zwerchfell und fördern die Verdauung. Wie wäre es denn mit einem „Mittagsschmunzler“ vor dem Schläfchen? Entspannend soll der Ausdruck heller Freude außerdem sein. Auf jeden Fall eine Darbietung, die man sich öfter gönnen sollte. Und das Beste: der Eintritt ist frei. Lass‘ dein kleines Endorphin nicht warten! Es tritt gerne für dich auf! Am Besten hilfst du einer Lieben Freundin oder einem Freund, ihren eigenen Auftritt zu organisieren. Dann bekommst du zur Auswärtsvorstellung eine Heimvorstellung gratis dazu. Eine Win-Win-Situation für euch beide.

Wir laufen täglich an so vielen Menschen auf der Straße vorbei. Mit einem einfachen Lächeln können wir auch sie erreichen und die Welt zu einem fröhlicheren Ort machen.

Von Lobi


Ich über mich
Hallo, mein Name ist Lobi.
Das Licht der Welt erblickte ich im Jahre 1993 in Niederösterreich. Hier ging ich auch zur Schule und begann nach abgeleistetem Zivildienst 2013 das Studium der technischen Chemie an der TU Wien.
Meine Hauptplattform ist instagram, wo ich unter dem Namen „sundownshots“ poste. Seit Anfang April 2017 gibt es nun auch einen Blog, auf dem hauptsächlich meine auf Englisch verfassten Kurzgeschichten zu finden sind.
Meine Nebenprojekte:
Instagram: @pollux.starchild – selbst geschriebene Zitate zum Thema Wasser
Youtube: thesundownproject – selbst kompnierte Musik; teilweise mit eigenem Gesang
Unter dieser Adresse könnt ihr meinen Blog finden: http://lobismiles.wordpress.com/

Danke Lorenz für diese tollen Zeilen und ja, wir alle sollten wirklich öfter Lachen und Lächeln, denn es kann so viel bewirken. Sowohl bei uns, als auch bei anderen.

Ich hoffe euch hat der Text und Anstoß genauso gefallen wie mir. Wann hast du das letzte Mal so richtig gelacht oder einfach fremde Menschen auf der Straße angelächelt?

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Tanja Gammer

Leseratte, Hobbyfotografin, Globetrotter und Hobbyköchin aus Leidenschaft. Immer auf der Suche nach Neuem und Interessanten. Kreativität, Begeisterung, Liebe und meine Familie machen mein Leben so bunt. Ab und zu bin ich etwas verrückt also nicht wundern!

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15 Discussion to this post

  1. Caro sagt:

    Ein schöner Beitrag… darüber sollten wir öfter nachdenken. Ich erlebe das manchmal, wenn ich gut drauf bin und lächelnd durch die Stadt laufe. DieLeute reagieren meist sehr positiv. Ich bin sogar schon mal von einem Verkäufer an der Kasse angesprochen worden, dass ich so glücklich aussehen würde. (-; Es bringt einfach nur schöne Erlebnisse…

  2. Danke für das Lächeln am Abend. Wenn das auch noch Kalorien verbrennt, bin ich dabei :D

    Liebe Grüße Sabine

  3. Sina sagt:

    Ich laufe gerne lächelnd durch die den Hauptbahnhof und finde es immer wieder interessant, wie die Menschen auf mich reagieren. Manche schauen eher irritiert, anderen kann ich auch ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Warum ich lächle? Dafür gibt es unterschiedliche Gründe und hin und wieder ist es einfach nur ein Lied meiner Gute Laune Playlist aus den Kopfhörern. – Danke für diesen Beitrag als Erinnerung!

  4. Hey, ein sehr schöner Beitrag. Lächeln ist das Wichtigste überhaupt.
    Liebe Grüße!

  5. werner sagt:

    Ja lachen kostet nix und öffnet viele Türen. Schöner Gastbeitrag

  6. Ein sehr schöner Beitrag…. und es stimmt, man sollte viel öfter ein Lächerln auf den Lippen haben. Ich denke mir ja immer, das was man anderen entgegenbringt, bekommt man auch zurück. Genauso ist es mit einem Lächeln

    LG Tina

  7. Ede-Peter sagt:

    Sehr schöner Beitrag …
    Wenn ich spazieren gehe oder anderweitig unterwegs bin, grüße ich sehr häufig (eigentlich immer) den Leuten, denen ich begegne (meistens mit einem Lächeln auf den Lippen) – Die meisten sind so erstaunt, dass sie sich auch überrumpelt fühlen (was will der denn nun von mir – oder woher kenne ich denn den?) Ja, ja, ist schon faszinierend wie unterschiedlich die Menschen auf solche Gesten reagieren. Man kann auch ins plaudern kommen, manchmal sehr witzig …
    Naja, die meisten sind es eben nicht gewohnt, dass jemand zu ihnen freundlich ist.
    Herzlichen Gruß – Ede

    • Diese Reaktionen kommen mir sehr bekannt vor Ede. Da ich am Land aufgewachsen bin und man hier nach dem Essen einen (Verdauungs)Spaziergang macht und dabei eigentlich immer grüßt oder mit Menschen über den Gartenzaun ins Gespräch kommt, finde ich es total schade, dass diese Gängigkeit abhanden kommt und man sogar blöd angemacht wird. Schade eigentlich, denn wir sollten immer freundlich anderen gegenüber sein, denn man will ja auch, dass jemand anderer das bei uns macht

  8. Ruby sagt:

    Hallo Tanja,

    ein paar schöne Zeilen. Es ist wirklich so, dass wir eigentlich alle zu böse schauend durch die Welt gehen. Was solch ein kleines Lächeln doch oftmals alles bringen kann. Die Menschen werden einander viel offener und nicht ganz so mistrauisch. :)

    Liebe Grüße,
    Ruby

    • Du sagst es Ruby. Oft denke ich mir, hat die gerade in eine Zitrone gebissen, da sie so sauer guckt *gg* Ich merke es selbst, dass ein Gegenüber, egal ob bekannt oder fremd, sofort eine bessere Stimmung bekommt, wenn man nur etwas freunlich lächelt. Muss nicht einmal einen Grund haben.

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