Mutter mit 18!

Ultraschallbild Tochter

Vor- und Nachteile einer jungen Mutter

Heute möchte ich euch gerne etwas mitnehmen in meine Vergangenheit. Zwar nicht so weit wie damals, als ich euch von meiner Geschichte über meine Erfahrungen mit Mobbing erzählt habe, aber für mich ist es nun auch schon wieder eine Weile her.

Ich bin bald 34 Jahre alt und da meine Tochter letzte Woche ihren 15. Geburtstag feierte, habe ich wieder an die Zeit der Schwangerschaft gedacht und wie es war so jung schon Mutter zu sein. Genau, jeder der jetzt nachrechnen möchte, ich nehme euch das ab, ich war 18 Jahre als meine Maus zur Welt kam. Verheiratet seit nicht einmal einem Jahr, und stand einen Monat vor meinem 19. Geburtstag!

Viele werden jetzt denken, das ist aber ganz schön jung. Ihr habt recht! Heute betrachtet war es ein Wahnsinn, da ich ja selbst noch fast ein Kind war und noch keinen richtigen Plan vom Leben hatte. Doch wie es so schön im Leben ist, oft kommt es anders als man will. Meine Tochter war weder geplant noch wirklich ein Unfall (Gott wie ich das Wort hasse), wir hatten es schlicht und ehrlich gesagt darauf ankommen lassen. Im Eifer des Gefechtes wollten wir uns nicht Gedanken darüber machen. Wird schon nichts passieren, wenn wir einmal ohne machen. Tja, jetzt ist das einmal ohne 15 Jahre alt und ich würde es sicher wieder machen, nur mit einem anderen Alter.

Ich war fast mit meiner Ausbildung fertig und musste diese dann durch die Schwangerschaft abbrechen. Mein Mann hatte seinen Platz im Leben noch nicht gefunden und war der Verantwortung meistens nicht gewachsen. Es ist schwierig plötzlich „erwachsen“ werden zu müssen und es kann einen regelrecht überrennen.

Die Schwangerschaft selbst war unproblematisch und eigentlich sehr schön. Nur gegen Ende hin war die riesige Kugel schon sehr mühsam und der Platz wurde immer enger für meine Maus. Angst wuchs die letzten Wochen vor der Geburt erst. Ja ich wusste das es schmerzhaft werden würde, doch davor wie es wirklich ist, hatte mich niemand gewarnt. Nach 4 Stunden andauernden Presswehen flutschte mein kleiner Engel raus und schrie nach einem kleinen Klaps auf den Hintern wie am Spieß.

Nun lag ich da im Entbindungsraum, mein Mann voller Stolz, meine Tochter auf meiner Brust (jedoch nur ganz kurz) und ich mit 18 Jahren war plötzlich Mutter, und für diesen neuen Erdenbürger verantwortlich.

Die Freude die ich Anfangs noch verspürte wich einer leichten Angst und Panik. Was wenn ich es nicht kann? Was wenn ich in der Erziehung versage? Kann ich meinem Kind überhaupt das bieten mit meinen jungen Jahren, was es braucht um glücklich aufzuwachsen? Was mache ich, wenn wir beruflich nicht Fuß fassen können und unsere Schulden immer mehr werden? Was wenn ich alles alleine machen muss, weil es meinem Mann doch wieder zu viel wird? Diese und noch viele Fragen mehr beschäftigten mich einige Wochen lang. So jung Mutter zu sein ist nicht einfach. Einerseits möchte man dem Kind ein stabiles Umfeld bieten und eine Konstante, andererseits hat man selbst noch einen gewissen Drang der Freiheit in sich.

Wir hatten nie viel Geld, doch nach der Geburt wurde es schlimmer. Mein Mann war arbeitstechnisch sprunghafter unterwegs als eine Gazelle und somit auch öfter arbeitslos. Geld war also Mangelware in unserem Leben. Eine tolle Grundlage für eine junge Familie. Weshalb ich auch nach einem Jahr wieder voll in der Arbeitswelt stand und durch die wechselnden Arbeitszeiten meines Mannes auch immer wieder wechseln musste und hier und da arbeitslos war.

Meine Tochter hat schon sehr früh die Anzeichen ihrer Krankheiten preis gegeben. Deshalb bekam sie auch schon mit 6 Monaten ihre erste Brille und lag sehr oft im Krankenhaus. Dieser Umstand machte mir zusätzlich zu schaffen und ich fühlte mich als Versagerin. Keine Sorge, mittlerweile weiß ich es besser, wenn auch hier und da ein kleiner Zweifel nagt und die innere Stimme meint: Hätte ich doch früher….Hätte ich doch bloß das in der Schwangerschaft….egal wie man es dreht und wendet, es ist zu spät und alle hätte und was wäre wenn helfen nichts. Wer weiß ob es anders nicht doch wieder so geworden wäre.

Mit meinen damaligen 18 Jahren war ich eigentlich schon sehr reif (im Vergleich zu den 18jährigen von heute). Könnte auch daran liegen, dass ich mit 16 Jahren von zuhause ausgezogen bin und auf meinen eigenen Beinen stand. Dennoch ist so eine Situation mit nichts vergleichbar und man ist immer unvorbereitet. Da kann man noch so viele Bücher lesen oder zu Vorbereitungskursen gehen, es wird immer etwas geben das anders ist und man nicht vorbereitet drauf ist. Man lernt mit dem Kind Mutter zu sein mit. Zumindest ist mir es so gegangen, weshalb ich auch meine Prioritäten umstellte und einzig meinen Fokus auf das Kind legen wollte. Leider schaffte ich das nicht immer. Ab und zu packte mich einfach das Freiheitsgefühl und ich musste raus. Ja, da hat dann Oma aufgepasst und ich konnte für eine Nacht wieder das junge Mädchen sein und mich so benehmen. Betrachte ich diese Jahre, war ich dennoch die eher untypische 18jährige. Nach und nach wurde aber alles besser und auch mein Mann fand seinen Platz. Meine Ausbildung habe ich bis dato nicht nachgeholt. Seit über 7 Jahren arbeite ich nun in einer Firma und verdiene nicht schlecht. Bis davor jedoch nagten wir stark am Hungertuch und der Gerichtsvollzieher ging ein und aus als ob er zur Familie gehörte. Ja, das ist ein Punkt der mir etwas peinlich ist aber eben auch zu meinem Leben dazu gehört. Mittlerweile sind wir fast schuldenfrei, bis auf das neue Auto, und in einem Jahr ist dann die letzte Zahlung fällig. Meine Tochter besucht ab September den polytechnischen Lehrgang und hat noch ein Jahr Zeit sich reiflich zu überlegen was sie beruflich erlernen will. Im August bin ich mit meinem Mann 16 Jahre verheiratet und hoffentlich auch noch die Nächsten *gg* Es scheint sich alles zum besten gewandt zu haben! Wenn ich mir aber die alten Fotos von früher ansehe muss ich immer den Kopf schütteln und denke mir, wie dumm und naiv wir waren. Nie wieder will ich, dass es wieder so wird. Meiner Tochter ging und geht es gut, aber für meine heutigen Verhältnisse wären die damaligen Umstände nicht mehr tragbar.

Es ist mir klar, das es jeder anders sehen kann oder wird, deshalb möchte ich noch einmal sagen, es ist meine persönliche Sichtweise ♦ und meine Vor- und Nachteile, die ich euch nun aufliste!

 Nachteile

  • meist hat man noch nicht die nötige Reife für ein Kind (nicht falsch verstehen, hier meine ich manche Sichtweisen und Prioritäten)
  • die Eltern, sprich Großeltern, sind noch jung und mitten im Arbeitsleben. Babysitten = Mangelware
  • man hat keine nötigen Geldansparungen oder Reserven und wurstelt sich die ersten Jahre vielleicht gerade so durch (und kommt mir nicht mit, das Kind braucht nur Liebe, diese zahlt keine Kindergartenkosten oder Kleidung und Windeln)
  • Fehleinschätzungen können durch die Naivität der „Jugend“ passieren
  • vielleicht hat man noch gar keine eigene Wohnung und muss das Kind zu hause bei den Großeltern aufziehen. Dies kann viele Reibpunkte erzeugen und auch Streit
  • einige Erziehungspunkte werden gar nicht angegangen, weil man sie einfach nicht wahrnimmt da man selbst noch keinen Plan hat
  • im Freundeskreis gibt es keine Kinder zum Spielen

Vorteile

  • man geht manches mit einer gewissen Leichtigkeit an, dadurch man selbst noch so jung ist (sowohl negativ als auch positiv)
  • Blödeleien sind an der Tagesordnung, welche dem Kind sehr gut gefallen (hier gibt es aber auch ältere Semester die noch sehr locker sind, aber auch jene die eben steif in der Beziehung sind)
  • man hat alles hinter sich, wenn Freunde erst beginnen *gg*
  • selbst ist man noch „jünger“ wenn das eigene Kind in die Schule geht und vielleicht gesundheitlich besser aufgestellt
  • man kann Freunden Tipps geben (wobei das heutzutage ja ALLES anders ist als damals bei mir. Was gut war ist es plötzlich nicht mehr und umgekehrt)

Egal wie man es sieht, es gibt immer „Vor- und Nachteile“. Der richtige Zeitpunkt ist nicht vom Alter abhängig, der Einstellung und/oder dem Gefühl. Man kann sich noch so vornehmen dies und das so zu machen, wenn es jedoch soweit ist, kommt es meistens eh anders.

Mutter zu sein ist immer schwer und schön zugleich. Wichtig ist, zurückblickend sagen zu können, meinem Kind ging es, und geht es gut, und dafür habe ich mein bestes und viel Liebe gegeben und gebe sie noch!

Jetzt würde mich natürlich brennend interessieren ob ihr auch Mama seid und wie alt ihr wart bei der Geburt? Erkennt ihr Vor- und Nachteile daraus? Wollt ihr noch gerne etwas wissen oder habt Fragen an mich?

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Tanja Gammer

Leseratte, Hobbyfotografin, Globetrotter und Hobbyköchin aus Leidenschaft. Immer auf der Suche nach Neuem und Interessanten. Kreativität, Begeisterung, Liebe und meine Familie machen mein Leben so bunt. Ab und zu bin ich etwas verrückt also nicht wundern!

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74 Discussion to this post

  1. Kim sagt:

    Wow, danke fürs Sharen!
    In meinem Freundeskreis sind nur wenige mit Kinder und junge Mütter kenne ich leider kaum.
    Ich bin selbst noch keine Mutter, finde es aber spannend das aus deiner Sicht gelesen zu haben!

  2. Katja F. sagt:

    Hallo liebe Tanja,

    auch ich finde, dass es das „richtige“ Alter zum Kinderkriegen nicht gibt. Wichtig ist doch vielmehr, die Liebe & Zuneigung die man seinem Kind entgegenbringt und was man seinem Kind an Werten mitgibt.
    Ich selbst war 25 als mein Sohn auf die Welt gekommen ist und bereue den Zeitpunkt kein bißchen. Es gab gute, wie schlechte Tage, aber das ist ,denke ich, auch vollkommen normal. Zu jeder Zeit wusste ich um den Rückhalt meiner Familie, die ich immer um Hilfe fragen konnte/kann, wenn ich sie brauchte/brauche. Und wenn ich heute meinen Sohn so anschaue, was aus ihm in bald 13 Jahren schon geworden ist, erfüllt mich das mit ganz viel Stolz.
    Ich selbst hatte eine wundervolle Kindheit und meine Eltern (22 bzw. 25 Jahre alt bei meiner Geburt) haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Dafür bin ich unendlich dankbar.

    Liebe und sonnige Grüße
    dasKatl

    • Hallo Katja,
      ja den richtigen Zeitpunkt gibt es wirklich nicht. Trotzdem war es doch sehr bald bei mir und die Basis nicht wirklich vernünftig, wenn man das Geld mal betrachtet. Irgendwie schafft man es aber doch und jetzt könnte ich es mir anders gar nicht mehr vorstellen. Gut, bei der wundervollen Kindheit kann ich nicht mitreden, aber es ist trotzdem etwas aus mir geworden *gg* LG

  3. Hey Tanja,

    ich bin ja noch nicht Mutter und werde es wohl dieses Jahr auch nicht mehr. ;o) Aber es sollte in den nächsten 2 – 3 Jahren durchaus mal an der Zeit sein, denn man wird ja auch nicht jünger. Jetzt bin ich 28 Jahre und würde sagen, dass wir so langsam gefestigt sind. Natürlich muss das Haus jetzt noch etwas ins Lot gebracht werden, aber sobald der gröbste Teil rum ist sollte zumindest mal drüber nachgedacht werden. ;o)
    Mit 18 Jahren wäre eine Schwangerschaft für mich wohl etwas zu viel gewesen. Ich denke, dass wäre nur nach hinten losgegangen. Aber schön, dass es nach anfänglichen Ängsten doch so super geklappt hat. ;o)

    Liebe Grüße,
    Ruby

    • Hei Ruby, ich denke das es für jeden ein anderer Zeitpunkt und Alter ist, aber oft kommt es anders. Schönen das ihr vorher eine konstante Basis schafft und ihr seid doch schon ziemlich weit beim Haus lg

  4. pamelopee sagt:

    Ich sehe das ganz genau wie du. Beides hat seine Berechtigung. Ich selbst bin Kind einer sehr jungen Mutter und Enkelin einer sehr jungen Großmutter und fand das immer toll. – Finde ich heute auch noch! :-)
    Ich selbst bin eine verhältnismäßig „alte“ Mutter und auch das ist gut, obwohl ich auch mit 18 die Sache more easy gewuppt hätte!? ;-)
    Liebe Grüße, Pamela!

  5. beautiful-way-of-life sagt:

    wow =) klasse Blogpost und sehr interessant…
    Absoluter Respekt mit 18 schon Mutter geworden zu sein… ich bin 27 und könnte mir immer noch kein Kind vorstellen ;) vlt. später mal…
    aber eine Freundin von mir ist mit 22 Mutter geworden und da sehe ich schon wie anstrengend das ist…studieren Kind… etc =)
    absoluter Respekt und Kinder sind toll =) unsere Zukunft..

    lg missteina von
    http://www.beautiful-way-of-life.blogspot.de

    • Juhu, ja ohne sie gäbe es keine Zukunft ;-) wobei ich eigentlich auch nie welche haben wollte. Es ist anstrengend und auch öfter fast zum Haare ausreißen, aber irgendwie schafft man es eben dann doch und es wird besser. LG

  6. Anika sagt:

    Wow, Respekt. Mit 18 hätte ich mir absolut noch kein Leben mit Kind vorstellen können. Mein erstes Kind habe ich etwa 10 Jahre später bekommen, was ich im Nachhinein auch noch recht früh fand, wobei der Lavendeljunge damals ein echtes Wunschkind war.

    • Hallo Anika,
      ja oft kommt es eben anders. Eigentlich wollte ich nie Kinder haben ;-) jetzt würde ich meine Maus für kein Geld der Welt mehr hergeben wollen, wobei ich vielleicht zeitlich doch noch einige Jahre gewartet hätte um eine solide Basis aufzubauen. Wer weiß aber was dann geworden wäre, deshalb ist es gut so wie es jetzt ist. LG

  7. Mona sagt:

    Danke dafür, dass du deine Geschichte mit uns teilst.

  8. TaTi sagt:

    Huhu Tanja,

    das ist wirklich ein berührender Beitrag. Das Schicksal geht halt seine Wege und es kommt so, wie es kommen soll. Bei mir war es „vorbildlich“. Erst ausgetobt, dann geheiratet, mit 30 das erste Kind, dann knapp 3 Jahre später das nächste Kind. Ist das jetzt besser? Nein, nur anders. Alles hat – wie du es auch siehst – Vor- und Nachteile. :)

    Einen guten Wochenstart und herzliche Grüße – TaTi

  9. Judith P. sagt:

    Hallo Tanja, ein toller offener und ehrlicher Post. Ich ziehe auch eher den Hut vor dir, als dich irgendwie zu verurteilen. Im Gegenteil früher wollte ich auch immer früh Kinder. Und du hast recht, wenn man noch jung ist nimmt man manche Dinge echt lockerer. Was manchmal auch ein Vorteil sein kann. Steht man erstmal im Arbeitsleben und ist frisch verheiratet, hat man so viele Pläne. Der Zeitpunkt für ein Kind kommt dann wohl nie.
    Irgendwann muss man sich einfach dafür entscheiden oder durch einen schönen „Unfall“ überrascht werden.

    Meiner Schwester ging es sehr ähnlich wie dir. Sie hat auch kurz nach Abschluss ihrer Ausbildung ihre erste Tochter bekommen. Und ja es hat Vor- und Nachteile.

    Ich bin mal gespannt, wie das bei uns so wird. Im Januar erwarten wir unseren ersten Nachwuchs und anders als geplant bin ich dann schon 27.
    LG
    Judith

    • Hallo Judith,

      zuerst alles Gute zur Schwangerschaft und genieße sie. Es hat wirklich alles Vor- und Nachteile und einen richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Man weiß ja nie was danach noch passiert und was vorher passte kann es nachher nicht mehr. Eine gewisse Basis sollte aber dennoch da sein, einfach weil es einfacher ist ;-) Liebe Grüße

  10. Mrs C sagt:

    I don’t understand the text but are you expecting, Tanja? If so, congratulation dear! What a happy moment!

    • Hi Mrs C, my daughter was born when i was 18years old. It was a really hard time for me and my Family. We doesnt have much Money and sometimes it Looks that we fail. But now it is a better time and my daughter is a Teenager und we have enough money for our family. This is the short version ;-) Greetings

  11. Liebe Tanja,

    du sagst es, Mutter sein ist schwer, aber auch wunderschön. Ich selber habe 2 Töchter, meine erste wurde geboren als ich 28 war. Deine Ängste und Bedenken, die du schreibst, sind absolut normal und die hatte ich auch, auch wenn ich 10 Jahre älter war bei der Geburt.

    Man möchte seinen Kindern ein angenehmes Leben bieten, das ist vielleicht der Grund für viele, die lange warten bis sie dann ihr Kind / ihre Kinder bekommen. Was nicht unbedingt der richtige Weg ist.

    Respekt für das was du auf die Beine gebracht hast. Und ich wünsche euch, dir, deinem Mann und eurer Tochter, alles Liebe dieser Welt und viele, viele wunderbare gemeinsame Jahre.

    Ich finde es auch toll, dass du solche Texte schreibst. Auch das Mobbing-Thema. Denn so gibst du Menschen in ähnlicher Situation viel Hoffnung, dass man es schaffen kann. Wenn man nur möchte :)

    Liebe Grüße

    Mimi

    • Danke Mimi, ja egal welches Alter man hat, diese neue Situation kann alle vorerst beängstigen und jeder überlegt ob alles gut geht und man genug „bieten“ kann und alles richtig macht. Für jeden ist natürlich ein anderes Alter genau recht um Eltern zu werden bzw. Mama, hier gibt es kein richtiges ;-) Schönen Tag

  12. Kathi sagt:

    Ein ehrlicher, aufrichtiger Beitrag! Ich bin 24 und habe noch keine Kinder, in den nächsten Jahren ist auch erstmal nichts geplant, mein Mann und ich müssen erst einmal Fuß fassen und uns selber etwas aufbauen, sind grade erst zusammen gezogen.
    Ich kenne allerdings einige, die auch schon mit 18 oder sogar noch früher Mutter geworden sind. Ja, es ist früh und vielleicht ist man noch nicht reif genug, aber dennoch glaube ich, dass man es alles gut meistern kann. Du bist der beste Beweis! Ein „perfektes Alter“ für ein Kind finde ich gibt es gar nicht, das muss jeder für sich selbst wissen. Einige stehen mit 19 oder 20 schon fest im Leben, haben eine gute Anstellung und verdienen regelmäßig. Andere brauchen dafür vielleicht etwas länger, aufgrund Studium oder was weiß ich, und starten erst mit 25 oder älter im Berufsleben und können sich finanziell absichern.
    Ich finde es jedenfalls bewundernswert, wir ihr das, trotz aller Geldsorgen gemeistert habt!

    Viele Grüße & alles Gute!
    Kathi

  13. Huhu Tanja,
    Respekt, wie ihr das alles gemeistert habt. Mein erstes Kind habe ich mit 26 bekommen. Das absolute Wunschkind und finzanziell abgesichert. Trotzdem war ich doch sehr verunsichert und überfordert. Beim zweiten Kind hatte man schon ein bisschen Routine. Manches in der Erziehung würde ich heute vielleicht anders machen, aber ich denke, dass keine Eltern perfekt sind, egal in welchem Alter.

    LG Sabine

  14. Hallo Tanja.

    Mir ging es so ähnlich.
    Es war auch nicht geplant und ist passiert.
    Ich bin Mama mit 21 Jahren geworden und für viele war uch dieses Alter noch viel zu früh.
    Auch glaubte kaum jemand, das ich mit dem Vater meines Kindes zusammen bleiben würde, denn wir sind ja zu Jung.
    Mein 1.Sohn ist 19 Jahre , ich bin 18 Jahre verheiratet und mein 2. Sohn ist 15 Jahre,
    Ganz ehrlich: Ich würde es wieder so machen.
    Ich fine mich noch nicht zu alt und gehe ab und zu schon mal mit meinen Söhnen auf die Piste,
    so wie dieses Wochenende. Viele seiner Freunde finden es cool, weil ich auch dabei bin, denn so manch einer könnte das mit seinen Eltern nicht machen, weil sie schon zu alt dafür sind. :)
    Ich glaube, es muss jeder für sich entscheiden, wann man Kinder haben möchte.
    Ich für meinen Teil, bin mit meinem Leben, so wie es gekommen ist, voll und ganz zufrieden.

    Wünsche dir einen schönen Sonntag.
    LG Evi

  15. Annie sagt:

    Liebe Tanja
    erstmal meinen großen Respekt, dass du uns ein Partner alles so toll hinbekommen habt. Das ist nicht selbstverständlich mit diesem Start. Ich bin jetzt 32 und noch keine Mutter. Dazu fehlt mir auch aktuell der Partner. Allerdings mache ich mir oft Gedanken darüber wie lange ich damit warten möchte. Meine Eltern waren relativ „alt“ als sie mich bekamen. Meine Mutter fast 37 und mein Vater 40. Für mich war das alles Kind schon etwas doof, wenn ich sah wie jung die Eltern von Gleichaltrigen waren. Meine sind ja noch Nachkriegsgeneration. Ich glaube das hat vieles verändert zu anderen Familien.
    Vermutlich ist es am „besten“ sich zuerst gesichert im Leben zu befinden. Dann mit dem richtigen Partner ;)

    • Jiluhu, ja der richtige Partner ist wichtig, kann aber nach einer Zeit zum falschen werden. Das ist aber ein anderes Thema. Meine Eltern waren selbst noch jünger und ihnen ging es Ähnlichkeit wie und, schafften es aber nicht und sind, Gott sei dank geschieden. Es muss eben irgendwie alles passen, oder passend gemacht werden.

  16. Oh I had no idea! But yeah, I can see why it’s nice to be such a young mom. It allows you to really relate to your daughter that much more I think. I don’t think I could do it though. I am 28 now and even NOW I don’t feel ready to have kids, let alone have kids at 18.

  17. Shanice sagt:

    Ich bin auch mit 19 schwanger gewesen! Und jetzt ist mein Schatz schon 8 Monate alt .. Ich wünsche euch alles Liebe und Gute! Machst du sicher toll! Ich habe es keine Sekunde bereut!

    Liebe Grüße
    Shanice von mybabydeer.me

  18. Hi Tanja,
    Ich glaube nicht, dass man sagen kann was „besser“ ist. Es kommt immer auf die Menschen und Umstände an. Ich kenne jemanden, die mit 17 schwanger wurde, ihre Ausbildung fertig machen, ein Studium dran hängen konnte, niemals Geldsorgen hatte, dank Babysitter ausgiebig ausgehen konnte… und trotzdem nach 25 Jahren das Gefühl hat, sie hätte was versäumt.
    Ich selber war eigentlich schon sehr früh reif, vernünftig, überlegt und absolut sicher, dass eine Abtreibung nie in Frage käme, wenn es „dumm passiert“. Ich habe allerdings auch alles getan, damit es eben nicht passiert, denn gejubelt hätte ich sicher nicht in dem Alter: gerade im Abi-Endspurt, Pläne für´s Studium, nicht gerade den idealen Partner an der Seite…
    Ich habe mit 28 meine Zwillinge und mit 32 meinen „Kleinen“ bekommen. Das hat absolut gepasst, ich war auch nie überfordert oder unlocker (von einzelnen Tagen oder besser Nächten mal abgesehen, wenn das Kind nur brüllt oder krank ist – aber das geht dann jeder Frau so, egal wie alt sie ist). Jetzt gehe ich stramm auf die 50 zu (wobei ich mich immer frage, warum ich mich dann wie 30 fühle) und blödle immer noch ausgiebig mit meinen Söhnen herum. Und auf dem Abiball meines Jüngsten nächstes Jahr werde ich sicher auch noch nicht am Krückstock erscheinen, sondern das Tanzbein schwingen ;-) (soviel zum Thema „gesundheitlich besser gestellt, wenn das Kind in die Schule kommt *g*).

    Finanziell ist man vielleicht besser gestellt, man hat zumindest mit abgeschlossenen Ausbildungen mehr Möglichkeiten.
    Eine Garantie gibt es aber nie, als der Arbeitgeber meines Mannes Insolvenz anmeldete, mussten wir ein Jahr lang jeden Pfennig umdrehen und trotzdem reichte es nie wirklich. Das ist eine schwere Zeit, egal ob man 18 ist oder 30. Trotzdem überwiegen für mich die Nachteile, die du aufgezählt hast und die Vorteile erschließen sich mir nicht wirklich: klar ist man noch jung, wenn man es dann „hinter sich“ hat, hat früher wieder mehr Freiheiten und kann ausgehen… aber mit wem, wenn die Freundinnen alle genau dann in der „Brutzeit“ stecken? Und Tipps würde ich nie geben, zumindest nicht ungefragt – meiner Erfahrung nach kommt das nicht so gut an. Außerdem, wie du schon sagtest: die Zeiten ändern sich und was für einen damals richtig war, muss für Mamas ein paar Jahre später nicht mehr gelten.

    Insgesamt gesehen würde ich niemandem empfehlen, bewusst so früh Kinder zu bekommen. Ich würde mir aber auch nicht anmaßen, das „richtige“ Alter zu bestimmen und schon gar nicht jemanden zu verurteilen, wenn er früh los legt. Für den Fall einer ungewollten Schwangerschaft liegt die Sache sowieso wieder ganz anders: die Dinge sind, wie sie sind und man muss das Beste daraus machen, ob mit 18 oder … jetzt noch mal schwanger werden und von vorne anfangen zu müssen, DAS wäre schon schnell mal ein Schock für mich *lach* Klopf auf Holz, dass das nicht passiert ;-)

    Liebe Grüße
    Kerstin

    • Hallo Kerstin,

      alles hat Vor- und Nachteile und es gibt eigentlich kein richtiges Alter, schon klar. Im Leben können immer Situationen auftreten die schwierig sind, ob man 18 oder 40 ist, wer weiß was in einigen Jahren bei uns vielleicht passiert, Jobverlust,… Bei meinem Vorteil wegen der „alles hinter uns“ ist es vor allem auf die Partnerschaft und die Freiheiten bezogen. Das denke ich mir auch immer, nochmal von vorne – ne Danke! Oft werden wir ja gefragt warum wir nicht noch ein Kind wollen, sind ja noch jung, aber die Antwort kennst du ja sicher warum wir nicht mehr wollen ;-) LG

  19. Justi sagt:

    Wow, liebe Tanja. Das hört sich echt nicht nach einem leichten Leben an. Ich weiss wie schwer es für berufstätige Eltern schon ist, wenn das Kind immer wieder mal im Spital wegen einer Bronchitis ist. Das wird die ganze Familienplanung über den Haufen. Und wenn da Oma und Opa nicht wären, dann hätten wir ein Problem…
    Hut ab, dass ihr das so gut alles hinbekommen habt und immer noch zusammen seid. Das ist heute nicht selbstverständlich.

    Mir ist grad aufgefallen, dass wir gleich lange verheiratet sind – wir nur ein paar Tage kürzer als ihr :) Jedoch habe ich das geplante Kind mit 25 bekommen. Finde es heute lustig, weil ich auch manchmal gefragt werde, ob ich denn schon volljährig war, als ich meine Tochter bekommen habe (sie sieht ca. 3 Jahre älter aus, ich ein paar Jahre jünger). Das kennst du sicher auch :)

    Wünsche dir jetzt einen ganz schönen Sonntag
    Justi

    • Hallo Justi,

      ja das kenne ich auch, wobei erst in letzter Zeit, da meine Tochter ja Wachstumshormone seit einigen Jahren bekommt und davor so ein kleines Mausal war und immer um einige Jahre jünger aussah. Mittlerweile ist sie fast so groß wie ich ;-) Es ist schon witzig wenn man von anderen Kindern hört, boah ist deine Mama aber jung. lg

  20. Franz sagt:

    Danke
    voll aus der Seele gesprochen
    meine Tochter machte die selbe Erfahrung

  21. DieCheckerin sagt:

    Ich spreche aus der Sicht der Kinder. Meine Eltern waren auch 18/19 als ich zur Welt kam, während meine Großeltern gerade Ende 30 waren :-D. Für mich als Tochter ist es toll gewesen. Ich war und bin furchtbar stolz auf so junge Eltern UND Großeltern. Selbst meine Urgroßomas und Urgroßopas hab ich kennen gelernt.
    Wir haben gemeinsam gefeiert, rum gelabert, waren viel unterwegs. Und auch wenn es meinen Eltern wohl ähnlich wie Euch ging, was z.B. die finanziellen Nöte anging und den damit verbundenen Verzicht, so hatten wir ne tolle Zeit.
    Bei uns ging es auch lockerer zu aber ich hatte nie das Gefühl, dass meine Eltern zu locker sind, was falsch gemacht haben oder zu jung Kinder bekommen haben.
    Wenn ich mir die Eltern meiner Freunde ansehe aber auch die Freunde meiner Eltern, die teilweise fast 30 Jahre später erst Kinder kriegen, dann bin ich froh, dort nicht hinzugehören :-)
    Der wirklich (für mich) einzige nachteil war, dass die Freunde meiner Eltern alle kinderlos waren.

    • Toll das deine Kindheit so war und deine Eltern und Großeltern so gehandhabt haben. Oft gibt es ja trotz junger Eltern dieses stocksteife und die Kinder können sich kaum austoben. Ich könnte es mir auch nicht mehr anders vorstellen und rede öfter mit meiner Tochter darüber. Wie du sagst, das einzige das wirklich etwas nagend war, sind die fehlenden Kinder gewesen im Freundeskreis. So war sie hauptsächlich mit Erwachsenen zusammen und ich mache mir ab und zu Vorwürfe, dass sie vielleicht deshalb etwas versäumt hat und nicht ganz Kind sein konnte. LG

      • DieCheckerin sagt:

        Ach nein das glaub ich aber nicht. Ich fands eigentlich immer cool, mit den Erwachsenen und hatte nicht das Gefühl, dort richtig was verpasst zu haben. Schließlich hat man ja durch den Kindergarten und die Schule viele Kontakte zu Gleichaltrigen. Vorwürfe solltest du dir da bloß keine machen! :-)

        • Hallo,
          ja leider wurde meine Tochter ja nie so richtig angenommen in der Schule, im Kindergarten Gott sei Dank schon. Durch ihr große Sehschwäche konnte sie meistens mit den Kindern nicht mitspielen oder besser gesagt, sie wollten nicht, da sie es noch nicht verstanden. Dafür konnte man mit ihr als sie schon 5 Jahre war reden wie mit einem Erwachsenen *gg* LG

  22. Alexandra sagt:

    Kinder bedeuten eine rießige Verantwortung. Ich habe mein erstes Kind mit 30 Jahren bekommen und war die erste Zeit überfordert. Mein zweites Kind kam dann 12 Jahre später, als ich schon 42 Jahre alt war, da habe ich so einiges gelassener gesehen. Anstrengend ist es in jedem Alter und eine gewisse finanzielle Absicherung sollte vorhanden sein, egal in welchem Alter man Mutter wird.

  23. Vivi sagt:

    Hallo Tanja,
    erstmal super Bericht. Vorallem die aufgelisteten vor und Nachteile find ich klasse.
    Kinder hab ich zwar noch nicht…naja zumindest noch keines auf die Welt gebracht. Bin aber jetzt 21 Jahre jung und Schwanger. Meine Lehre zur Erzieherin muss ich dadurch erstmal auf Eis legen. Mache mir schon etwas Gedanken wie wohl die Zukunft wird. Und ob ich das alles gebacken bekomme, vorallem wenn meinem freund die Verantwortung zu groß werden sollte. Fragen über fragen die mir derzeit durch den Kopf gehen, dein Beitrag hat mir gerade bei ein paar dieser Fragen sehr weiter geholfen.
    Danke :)

    • Hallo Vivi,
      oh da gatuliere ich dir und wünsche eine schöne Schwangerschaft. Ja leider macht man sich ja immer Gedanken und fragt sich wie die Zukunft werden wird. Männern kann das alles wirklich schnell zuviel werden, sie sind einfach anders gestrickt und wollen auch nicht alles ewig lange diskutieren, denn dann bekommen sie auch Angst. Irgendwie schafft man es immer, glaub mir, alles wird gut und du wirst sehen, einige Sorgen die du dir gemacht hast, waren vollkommen umsonst ;-) LG

  24. Martina sagt:

    Du hast die Vor- und Nachteile sehr schön zusammengefasst.

    Denke auch, es gibt nicht genau „das“ Alter, wo es richtig ist. Es gibt junge Mamas, die es besser schaffen, als manch ältere. Vermutlich hängt es nicht nur von der Reife ab, sondern hat auch viel mit dem Umfeld, dem Rückhalt der Familie etc zu tun.

    Je älter man ist und vorher schon gut verdient hat, so sicherer ist man natürlich selbst, weil man ein schönes Nest geschaffen hat und nicht den Cent dreimal umdrehen muss.

    Allerdings habe ich im Bekanntenkreis mitbekommen, wie die grad 16-jährige Tochter dort an ihrer Schwangerschaft wirklich gewachsen ist. Das ist so ein Fall, wo man erst gedacht hat „Oh Gott was soll das werden“ . Sie hatte ihr Leben absolut nicht auf der Reihe und man dachte es geht nicht gut, oder dass das Baby bei Oma landet. Aber sie ging am Ende in ein Mutter und Kind Heim und ist mit dem Kind echt erwachsen geworden und bekommt ihr Leben nun richtig gut hin.

    Ich selbst war 23 und 26 als unsere beiden Wunschkinder geboren sind. Es war so gewollt und trotzdem würde ich meine Kinder heute später bekommen, zumindest das erste. Im Freundekreis gab es keine weiteren Mamas und es ist sehr oft angeeckt, dass wir nicht eben, wie gewohnt mit ausgehen konnten.
    *gg* noch schlimmer war es, wenn der Besuch bei uns war und es mal ein weinendes Kind gab, weil schlecht geträumt, etc. Da kamen schon so Sprüche, wie haben die keinen Schalter zum Abstellen (mal anmerk, das deren Kinder später sogar ne Schaukel mitten im Wohnzimmer hatten)
    Glaube, wenn man selbst ungewollt in die Schwangerschaft hineingestolpert wäre, oder noch sehr jung und unsicher, wären das so Punkte gewesen, wo man unsicher wird, ob man nun kein eigenes Leben mehr hat.

    Meine Tochter hatte ja schon wirklich sehr früh ihren jetzigen Mann kennengelernt. Ich gestehe, ich hatte schon ein bisschen Panik, sie mache mich ganz früh zur Oma ;-) Dann hätte man überlegen müssen, ob man die eigene Arbeit aufgibt, oder reduziert, damit sie die Schule hätte beenden können und eine Ausbildung machen.
    *lach* und nun, wo sie fast 26 ist, frag ich zwischendurch immer mal, ob ich denn auch irgendwann mal Oma werde ;-)

    LG Martina

    • Hallo Martina,
      oje, ja das Verständnis fehlt dann bei vielen Freunden und es nervt sie manchmal sogar. Man muss einfach wirklich vorerst einmal zurückstecken und sein Leben etwas nach dem Kind richten. Hihi du wirst sicher auch mal Oma ;-) aber verstehe ich gut das du da schon etwas nachfragst. Hoffentlich lässt sich meine Maus auch genug Zeit und genießt vorerst ihr Leben in vollen Zügen. LG

  25. Liebe Tanja,
    vielen Dank für diesen tollen Post. Spätestens Ende des Jahres wird bei mir auch ein Post erscheinen um die Sache mit dem Elterngeld und Co. was mir schon lange auf der Seele brennt zu schreiben und in einen Post zu packen.
    Ich selbst bin, wenn mann sich heutige Mamas so hernimmt, wohl auch eher einen junge Mami. Ich selbst bin jetzt 25 und bekomme im Oktober mein zweites Kind. Ich bin dieses Jahr das vierte Jahr verheiratet und habe unseren bald vierjährigen mit 21 bekommen. Mit meinem Mann bin ich dieses Jahr acht Jahre zusammen. Unser erster Schatz war geplant genau wie unser zweiter. Ich hatte mit 15 damals schon den Plan in den Kopf gesetzt bis 25 mindestens mein erstes Kind zu haben ohne das ich vielleicht einen gewissen Plan hatte.
    Ich habe relativ früh lernen müssen Verantwortung nicht nur für mich zu übernehmen zu müssen was für mich damals nicht so einfach war, rückblickend bin ich dem aber so sehr dankbar.
    Ich wusste das ich mit 21 nicht gerade so alt bin.
    Die Entscheidung fiel damals aber bewusst, wir hätten uns damals dazu vielleicht nicht entschieden wenn wir nicht einen unbefristeten Job im Nacken gehabt hätten.
    Warum die Entscheidung noch so früh gefallen ist: meine innere Uhr tickte. Das hört sich blöd an, doch der Wunsch nach einen Kind war so riesig. Überall sind Freunde oder Bekannte schwanger geworden und mir kreuzten Schwangere und Mamas mit Kind nur noch den Weg. Es war ein Wunsch der durchdacht war auch wenn alles anders kommen kann wenn das Kind dann da ist.
    Ich hatte nach der Entbindung auch mal ne Woche wo ich dachte mir fliegt die Decke auf den Kopf und mir alles zu viel war, das kann eben passieren aber bis jetzt auch wenn es immer wieder schlecht aussah und auch der Einstieg wieder ins Berufsleben nicht einfach war für mich und meinen Mann und auch das Geld nicht wirklich rosig aussah war alles wie es war genau richtig und wir würden es wieder so machen.
    Das meiste das mich ärgert oder traurig stimmt: unsere Verwandschaft wohnt alles mindestens einen Stunde entfernt und bei einem Teil haben wir auch das Gefühl als Familie nicht ganz so akzeptiert zu werden aber das ist eine andere Geschichte ;)

    • Oje das mit der Verwandtschaft tut mir leid und vielleicht macht es ja mal klick bei einigen ;-) Die innere Uhr, ja die ist bei manchen schon etwas früher am Ticken. Das ich öfters nur Schwangere gesehen habe, gab es auch eine zeitlang, aber ehrlich gesagt wollte ich früher nie Kinder haben. Tja, oft kommt es eben anders und ich würde sie für nichts auf der Welt hergeben. LG

  26. Liebe Tanja,
    irgend wie finde ich mich in deiner Geschichte wieder, ich war 16 als ich schwanger wurde, als mein Sohn kam, war ich gerade 17 geworden und vorher haben wir noch schnell geheiratet. Wenn ich daran denke, wie meine Eltern reagiert haben und welchen Weisheiten sie mir mitgegeben haben, das ich so wieso wieder angekrochen käme, das ich sehen würde wie es ist, wenn man allein auf sich gestellt ist, kann ich heute nur noch darüber lachen, denn wir haben es geschafft, 4 Kinder ein Haus hier und eins in Italien, mein Sohn macht gerade seinen Professor in Geo Physik und die anderen studieren noch, ja was ist nur aus mir geworden, wo ich doch allein auf mich gestellt war? :)
    Ich finde es klasse das du das Thema aufgreifst und ich die meine kleine Geschichte erzählen konnte.
    Liebe Grüße
    Biene

  27. stine sagt:

    Hallo Tanja,
    ich kann mich gut in Deinen Bericht reinfühlen. Meine erste Tochter habe ich mit 21 bekommen. Ein absolutes Wunschkind. Aber auch ich war noch ziemlich naiv.Aus Geldmangel bin ich nach dem vierten Monat wieder arbeiten gegangen. Der Stress war die Hölle. Immer in Gegenschichten mit meinem Mann gearbeitet. Wir haben uns nur zur Kindübergabe gesehen.
    Jetzt ist es natürlich toll. Jetzt können wir unsere neue Freiheit genießen.
    Liebe Grüße
    Stine

    • Hallo Stine,
      es ist schon hart alles zu managen. Wenn sie dann in der Schule sind muss man sich immer gegenseitig Urlaub nehmen wenn die Kinderbetreuung nicht gegeben ist und somit kann man auch nie gemeinsam Urlaub machen :( toll das ihr das so gut bewältigt habe. LG

  28. Anja S. sagt:

    Hallo,
    ein interessantes Thema…meine Mutter war übrigens auch 18 als ich zur Welt kam, aber das war vor 44 Jahren. Es war sehr schwierig für sie, so dass ich teilweise bei meiner Oma aufgewachsen bin.
    Ich selbst bin das erste Mal mit 30 Mutter geworden und das zweite Mal mit 36. Für mich war es so optimal und wir haben zum Glück nie finanzielle Probleme gehabt… Es lief immer super, aber heute fühle ich mich schon fast zu alt für das Gezicke des Teenies (jetzt 14) und frage mich immer, ob ich auch so schlimm war? Es ist ja schon soooo lange her….
    LG, Anja

    • Hallo Anja,
      es ist wirklich spannend wie sich die Zeiten ändern und früher alles irgendwie anders war. Hätte ich noch gewartet und beruflich einige Jahre geschafft hätte, dann würden die Finanzen auch anders ausgesehen haben, oder auch nicht, wer weiß das schon ;-) Meine Maus ist ja eher umgänglich und nicht typisch Teenager, haben wirklich kaum Gezicke und auch so ist sie sehr „handzahm“. Gott sei Dank, käme sie nach mir, würde ich gerade die Hölle auf Erden durchmachen. Ich kann mich ja noch gut an meine Teenagerzeit erinnern! LG

  29. Hallo!

    Es hängt nicht nur vom Alter ab. Meine Mutter war nur ein Jahr älter als du, als sie mich zur Welt gebracht hat – und galt in ihrem Umfeld längst als erwachsene Frau. Seit einem Jahr verheiratet und seit dem sechzehnten Lebensjahr fest im Berufsleben, da man in der Sowjetunion mindestens acht, höchstens aber elf Klassen abgeschlossen hat und somit theoretisch auch mit 14 schon im Berufsleben stehen konnte (mein Vater). Somit galt man mit 18 nicht mehr als Kind, sondern als erwachsener Mensch, der mindestens eine Berufsausbildung, manchmal auch einen polytechnischen Abschluss oder gar ein Studium schon abgeschlossen hatte.
    Entsprechend wurde man auch wahrgenommen und behandelt.
    Als meine Mutter mit 27 meine Schwester bekam, fühlte sie sich alt – aber viele Mütter auf der Station waren älter als sie und bekamen ihr erstes Kind. Für sie verwirrend, da sie sich mit 27 gefragt hat, ob sie nicht eigentlich zu alt ist für ein zweites ^^.
    Du siehst, es hängt auch stark vom Kulturraum ab und davon, ob man in einem bestimmten Alter als Kind/Jugendliche oder als Erwachsene wahrgenommen wird.
    Ich hatte eine wundervolle Kindheit, so viel kann ich sagen <3
    Ich selbst bin 24 und da ich noch eine Weile studiere, ist momentan an Kinder schlicht nicht zu denken – gehöre ja sozusagen zur Gruppe der "Akademiker", die ihre Kinder einfach später kriegen. Auch wenn ich eigentlich auch gerne jung Mutter geworden wäre, ist das bei mir nun mal nicht drin und… auch später Mutter zu werden, wird bestimmt schön :).

    • Das ist wirklich sehr interessant, danke das du mir das erzählt hast. Ich finde es ja total spannend wie es in anderen Kulturen gehandhabt wird. Nun musst du aber auch bedenken, das die Zeit früher anders war. Wobei ich es nicht weiß, ob das auch dort zutrifft?! Sind sie noch so wie zu der Zeit deiner Mutter? LG

  30. Sorriso sagt:

    Ich wurde mit 23, 26, 40 und 42 Jahren Mutter….jedes Alter hat seine Vor- und Nachteile. Ich finde es schön, wenn man eine junge Mutter ist, sofern drumherum alles stimmt. Es heißt nicht, nur weil man älter ist, wenn das erste Kind kommt, dass dann alles besser läuft. Jede Frau sollte das für sich allein (im besten Fall zusammen mit dem Partner) entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt für ein Kind gekommen ist. Niemand hat das Recht, einem hineinzureden…

  31. Sunny86 sagt:

    Hallo Tanja,

    ich wollte auch immer jung Mama werden. Mit 18 habe ich meine Pille abgesetzt und geübt, geübt, geübt… Bei meinen damaligen Partner gab es leider gesundheitliche Probleme, sodass es nie klappte. Seit einigen Jahren bin ich in einer neuen Beziehung und nun mit 28 Jahren mit meinen ersten Kind schwanger. Wir freuen uns sehr, dennoch sind Zweifel da. Ich denke das ist ganz normal, doch die Freude überwiegt. :D
    Ich hatte immer wieder mit meinem unerfüllten Kinderwunsch zu kämpfen, doch heute rückwirkend bin ich ganz froh, dass mein Weg so laufen musste. Ich habe vieles genossen, was ich mit Kind hätte nicht genießen können und nun kann ich mich voll und ganz auf das Mama sein stürzen.

    Dein Text ist sehr schön geschrieben. Ich ziehe einen Hut vor dir, solch ein Thema (gerade das mit dem Geld) öffentlich zu schreiben und dazu zustehen. Du hast einen tollen, lebhaften Blog und ich freue mich immer wieder auf deine Gedanken und Gefühle. Mach weiter so!

    Liebe Grüße, Sunny86

    • Hallo Sunny,

      ach süß ich gratuliere euch und genieße die Schwangerschaft! Ich glaube ja, alles hat irgendwie einen Sinn warum es nicht passt oder funktioniert ;-) Danke für die Blumen, ja es gehört zu meinem Leben und ich weiß das es vielen auch so ergangen ist. Öfter schäme ich mich noch dafür aber bin trotzdem stark genug sagen zu können: Ja so war es, wir hatten kein Geld, viele Schulden und wechselten immer den Job, aber hey, wir haben es geschafft und sind auf einem grünen Ast. Vielleicht erzähle ich euch einmal alles ganz genau, noch aber ist es etwas peinlich und komisch. LG

  32. Mel sagt:

    Huhu Tanja!
    Das ist ja auch ein Thema, über das man sooooooo ausgiebig philosophieren könnte… :-)
    Als ich mein großes Kind bekam war ich 24. Für komischerweise seit ich denken konnte das ideale Alter um Kinder zu bekommen. Ich hatte nach dem Abi ein Jahr lang herumgejobbt und war nun gerade dabei meine Ausbildung zu beenden, als mich der Pinkeltest von jetzt auf gleich ins Mama-Dasein katapultierte.
    Erstaunlich fand ich die Reaktionen aus dem Umfeld „…dann bist Du ja eine richtig junge Mutter!“
    Echt jetzt?
    18 finde ich ziemlich jung. Aber 24?
    Trotzdem bekommen die Mädels mit denen ich einst zur Schule ging ungefähr jetzt ihre Kinder.
    Lion wird im Sommer zwölf!

    Anfangs war ich alleinerziehend, weil der leibliche Vater dann lieber doch keine Kinder mit mir wollte. Nach einigen Jahren Beziehung wohlgemerkt, ich im fünften Monat. Das war hart. Trotzdem ich würde alles noch einmal ganz genau so machen. Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Aber die richtige Einstellung schon.

    GLG,
    Mel

    • Hallo Mel,
      24 ist wirklich ein schönes Alter wenn man an Kinder denkt. Ausbildung fertig, die Hörner abgestoßen und einiges erlebt und vielleicht schon genug Reife und Verantwortungsgefühl für ein Kind zu haben. Du kannst dir vorstellen wie mein Umfeld reagiert hat, vielleicht kommt es da auch darauf an ob man in der Stadt oder Land ist. Noch immer gibt es hier riesige Unterschiede bezüglich der Einstellung. Das Thema könnte man wirklich ewig ausreizen und darüber diskutieren. Schade das der Vater das anders gesehen hat und euch alleine gelassen hat. LG

      • Mel sagt:

        ;-)
        Rückblickend betrachtet war das das Beste was uns passieren konnte – sonst wäre ich heute nicht mit dem allertollsten Ehemann verheiratet und hätte nicht diese Hammelhorde zu Hause… Aber wofür sowas gut ist, weiß man ja immer erst hinterher.

  33. Huhu :)
    Ich bin noch nicht Mutter und ich warte irgendwie noch bis alles passt…
    Ich bewundere es immer sehr, wenn Frauen so jung Mutter werden und trotzdem so liebevoll und vernünftig ihr Kind großziehen – es muss ja nicht immer wie bei RTL sein :P
    Mein größtes Problem wären so die Finanzen und die Sicherheit, irgendwie kann ich mir gar nicht vorstellen von meinem Geld eine größere Wohnung und ein Kind zu finanzieren, zumal ich auch lieber an ein Haus denken würde :P

    Liebe Grüße,
    Annika

    • Hallo Annika,
      ja RTL ist ein Kapitel für sich bzw. die dortigen Familien ;-) Das war auch unser größtes Problem früher – das liebe Geld. Vielleicht erzähle ich es euch einmal wie es war und was wir zusammen schon alles überstanden haben. Noch ist es etwas zu peinlich für mich, denn für diese Zeit schäme ich mich fast schon. LG

  34. Hans sagt:

    Welch fesselnder Bericht Tanja,
    ich war keine Mama und bin es nicht. Ich hoffe, ich darf dennoch was sagen? ;-) Sonst schmeiß mich einfach raus ;-)

    Frauen sind in dem Alter (18) ja viel reifer und vernünftiger als wir Männer. Oder sagen wir mal, in vielen Fällen ist es so. Allgemein finde ich es doch besser, wenn man jünger Kinder bekommt. Viele wachsen daran und mit ihren Pflichten dem kleinen Erdenbürger gegenüber. Ich habe im Umfeld 2 Fälle, die erst sehr spät (über 40) zu Kindern kamen. Das ist, wenn die Kinder noch klein sind weniger Problem. Wenn sie groß werden und ins Realschul- oder Gymmialter kommen, kann es schon mal schiefe Blicke geben. Je nachdem, wo man wohnt (ländlich oder Stadt) fühlen sich die Nachbarn auch vorher schon berufen ihren Unmut zu tuscheln.
    LG Hans

    • Hallo Hans,
      klar darfst du auch etwas sagen ;-) Es gibt immer Vor- und Nachteile, dass muss dann jeder für sich entscheiden, ganz klar. Ob es ein richtiges Alter dafür gibt hm ich glaube nicht wirklich. Mit über 40 wäre es für mich persönlich jedoch auch viel zu spät. Hier hätte ich Angst viel zuviel zu verpassen bzw. zu wenig am Leben meiner Kinder teilhaben zu können, wenn man bedenkt wie alt man im Durchschnitt wird. Bezüglich der Reife der Frauen mit 18 auf die heutige Zeit bezogen werde ich mich nicht zu sehr äußern, das würde eine Endlosdebatte werden und mein Standpunkt würde vielen nicht gefallen. LG

  35. Tanja L. sagt:

    Hallo Tanja,

    wir haben keine Kinder und wissen auch nicht, ob wir überhaupt welche wollen. Im Nachhinein hätte ich es besser gefunden, mit Anfang 20 Mutter zu werden. Eine Kommilitonin war etwa so alt wie du und hatte nen super Babysitter: Ikea! Kind in die Kugeln schmeißen, Kaffeee bis zum Herztod und lernen solange das Kind spielt. Kosten: 1,50€ + Fahrgeld. Von der Familie kam wie ich es mitbekommen habe weniger Unterstützung, dafür sehr viel von Freunden. Bei mir wäre eine Familie da gewesen, nur fehlte damals der richtige Mann. ;) Ich glaube aber, dass es gut ist, früh Mutter zu werden,aber man braucht zumindest den richtigen Partner dafür oder ein stabiles Umfeld und gesichertes Einkommen, damit man den Babysitter bezahlen kann. ;) Insgesamt gibt es aber glaube ich kein wirklich richtiges Alter, ich fühle mich zum Beispiel noch immer nicht bereit für die Verantwortung, mit 33 Jahren… Trotzdem bewundere ich es, wenn jemand so früh eine Familie gründet und s trotzdem schafft sich etwas aufzubauen!

  36. Anny sagt:

    Toller Text!

    Ich bin ja selbst Mama und ich war 27 Jahre bei der Geburt!
    Sie war auch nicht geplant da ich eigentlich nie Kinder haben möchte. Doch die Sicht hat sich geändert.
    Die finanziellen Probleme kenne ich zum Teil da mein Mann auch sehr sprunghaft ist doch ich ziehe überall das positive heraus.
    ich bin erst „später“ Mama geworden und muss sagen egal wie alt man ist, es ist sie volle Herausforderung. Es gibt Tage da könnte ich bei der Zombie Apokalypse mitlaufen, dann gibt es wieder Tage die sind total easy.
    das wichtigste ist einfach nur auf seinen Bauch zu hören den als Mutter weiß man was das beste ist in jeder Form.

    Ich liebe meine Tochter überalles und könnte sie mir nicht mehr weg denken

    liebe grüße

    • Hallo Anny,
      ja deine Maus ist einfach zum Knutschen, und diese Haare – genial! Es ist egal wie alt man ist, es ist ja eine total neue Situation und daher weiß man nie was kommt. Einzig die Reife ist immer so eine Sache bei der Mutter *gg* mit 18 sieht man vieles sicher noch anders und wenn ich zurück blicke, stimmt das auch. Es gibt immer „gute“ und „schlechte“ Tage, man ist ja nur ein Mensch und hat auch mal eine andere Stimmung, in der man vielleicht manches anders wahrnimmt und zu Herzen geht. Wichtig ist die Liebe, das 1×1 guten Benehmens und sein Kind so zu erziehen, dass es selbständig ist und das Leben beschreiten kann. LG

  37. Sarah sagt:

    Mit 18 wäre ich nicht reif genug gewesen. Zumal ich nie Kinder wollte aus Angst vor der Verantwortung und nicht frei zu sein. Bis ich meinen Mann samt Stiefsohn traf. Danach War mir klar ich bin reif. Mit 27 kam mein erster Sohn und ich bereue nichts. Der perfekte Zeitpunkt.

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