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Life

Zurück zur Weiblichkeit

Leben – Zurück zur Weiblichkeit

Dieser Bericht ist nun meine ganz persönliche Einstellung / Wandlung, und ich möchte sie auch niederschreiben und mit euch teilen. Zudem werde ich ihn nicht bewerben.

Wer mir auf Facebook folgt, dürfte ein paar Tage, nachdem ich den Post über Mobbing veröffentlicht habe, mitbekommen haben, dass es mir nicht gerade gut ging.

Mein Konstante im Leben hat sich schlagartig geändert und das hat mir Angst gemacht. Ich wusste zuerst nicht wie ich damit umgehen sollte. Klar kamen die Gefühle vom Bericht davor auch dazu, aber hauptsächlich betrifft es meine Beziehung.

Keine Sorge, ich lasse mich nicht scheiden, mein Mann ist nicht fremd gegangen oder sonst etwas. Da es doch sehr privat ist, werde ich auch nicht näher darauf eingehen. Soviel sei gesagt, mittlerweile geht es mir wieder gut und die Angst ist gewichen.

Nun ist es aber so, das es irgendwie „knack“ bei mir gemacht hat und ich mir zum Thema Weiblichkeit so meine Gedanken gemacht habe, auch weil mein Mann mit mir darüber gesprochen hat wie ich mich präsentiere.

Genauer betrachtet, definiere ich mich gerade etwas neu. Die letzten Jahre habe ich mich rückblickend, doch sehr gehen lassen. Selten habe ich mich rasiert, Kleider getragen, meine Haare gestylt, besser gesagt – mich gar nicht gestylt.

Immer bin ich mit Hosen unterwegs, flachen Schuhe und geschminkt trifft man mich vielleicht zwei Mal im Jahr an. Sportlich und unauffällig meine Erscheinung.

Zu hause Schlabberlook und teils mit Teilen, die schon lange auf den Müll gehören. Einfach weil sie uralt sind, wenn auch bequem, zumindest rede ich mir das ein!

Was aber auch in meinen Kleiderschrank ist – jede Menge Kleider, Röcke, Strumpfhosen & Co! Sie schmachten im Dunkeln, darauf wartend, endlich wieder einmal von mir ausgeführt zu werden.

Wieso habe ich das nie getan? Wieso trage ich eigentlich „Männerkleidung“ die nicht wirklich meine Weiblichkeit unterstreicht? Bin ich faul und habe alles als selbstverständlich angenommen?

JA JA und JA … ich bin den faulen Weg gegangen, habe mich und mein „Frau sein“ selbst unterdrückt oder nicht erkannt

Klar ist es einfacher, schnell mal in eine Jeans zu schlüpfen, Shirt dazu oder Pulli und fertig, aber jeden Tag o.O

Auch auf den Straßen sieht man selten wirklich eine „Frau“ die auch als diese angezogen ist. Wieso eigentlich? Das frage ich mich schon die ganze Zeit. Wieso bin ich so unweiblich geworden. Versteht mich nicht falsch, ich definiere Frau nicht nur mit Kleid & Co!!!

Ganz einfach, kein Selbstvertrauen und Faulheit und auch etwas Scham, da ich keine Modelmaße habe.

Ja, ich bin 172cm groß, habe 67 Kilogramm, habe einen Schwimmreifen um meinen Bauch, breite Hüften, einen prallen Po und leichte Reiterhosen.

Ich habe dickere Oberschenkel und Oberarme, breite Schultern und leichte „Fußballerbeine“.

Kleine Dellen zieren meinen Oberschenkel. Ich  habe so viele Haare, das man nicht abstreiten kann, dass der Mensch vom Affen abstammt, und ja meine Löwenmähne am Kopf macht meinen Sternzeichen alle Ehre.

Zudem habe ich Schlupflider und mein linkes Auge ist kleiner als mein Rechte und habe eine doch sehr große Nase, die aus meinen Gesicht springt!

Ich bin nicht perfekt!

Wer ist das denn schon, niemand, wieso also einfach nicht das machen was man will, anziehen was man will (natürlich mit Geschmack) und sich mal wieder richtig gut fühlen.

Damit ist jetzt Schluss…aus und vorbei…

Ich will all meine Kleider und Röcke anziehen, darum habe ich sie ja auch gekauft.

Jede Menge Schminkutensilien habe ich zu hause liegen – unbenutzt, ist doch viel zu schade.

Will meine Beine schön einkleiden und ja vielleicht auch so den ein oder anderen Blick auf mich ziehen. Ich will mich gut fühlen und als Frau!

Ich will meinen Mann gefallen und mir selbst.

Kennt ihr das, wenn ihr euch hübsch macht, die Beine in eine sinnlich schöne Strumpfhose packt, ein schönes figurbetontes Kleid dazu. Ihr legt euch passenden Schmuck an, verschönert euer Gesicht, richtet die Haare und ab in die tollen, hohen Schuhe die Sexappeal ausstrahlen?!

Ihr vor dem Spiegel steht und es zu kribbeln beginnt. Euer Mann euch plötzlich mit diesen Blick ansieht und die Hände nicht von euch lassen kann.

Nein, schade, denn so geht es mir gerade.

Ich finde mich gerade wieder neu. Mir doch egal was andere sagen, ob ich dafür zu dick bin oder kurvig pfff

Als Frau will man sich doch auch so fühlen und sich auch einmal sexy anziehen oder einfach schöner!

Ich muss ja nicht in einer Jeans einkaufen, ungeschminkt oder ungestylt. Wieso sollen all die schönen Kleidungsstücke im Kasten verkümmern. Armen Dinger die *gg*

So ist gerade am Wochenende bei mir mal wieder angesagt: Du bist eine Frau, dann zieh dich doch auch ab und zu so an.

Mein Mann und ich sind jetzt über 15 Jahre verheiratet, dass hier die Routine eingekehrt ist, nicht unverständlich, dennoch muss es ja nicht sein. Auch er hat sich geändert und sieht mich seitdem anders an.

Wir erleben gerade den zweiten Frühling und können unsere Finger nicht voneinander lassen! Ich spüre die Schmetterlinge wieder, wie sie wild in meinen Bauch umhertanzen. Mein Herz das so pocht das man es eigentlich noch in China hören müsste *gg*  Ich fühle mich großartig und alles ist irgendwie stimmig.

Deshalb habe ich mir auch wieder die Kategorie Fashion geholt und in meinen Blog integriert. Ich möchte euch einfach nach und nach zeigen, welche kleinen „Schätzchen“ ich zu hause rumliegen habe. Da habe ich ja einiges gefunden beim Ausmisten meines Kleiderschrankes.

Und auch so bin ich momentan in einen kleinen Kaufrausch verfallen, weshalb ich einige neue Teile mein eigen nennen darf. Leider ist meine „Fotografin“ gerade in besseren Umständen, weshalb es nicht ganz so professionelle Fotos geben wird. Trotzdem versuche ich sie so schön wie möglich zu machen.

Auch um der lieben Dana  für ihr tolles Projekt wieder Fotos schicken zu können – WABISABI!

Bis dato habe ich mir darüber ja eigentlich nie Gedanken gemacht, was ich definitiv machen hätte sollen, doch lieber spät als nie. Langsam und Stück für Stück möchte ich gerne zu meiner inneren „Frau“ finden und ihr könnt mich dabei begleiten, wenn ihr wollt!

So, nun aber genug geredet! Es tut mir etwas leid, das ich euch so zutexte damit, aber vielleicht könnt ihr mir ja auch eure Sichtweise sagen?!

Zieht ihr euch öfter „weiblich“ an oder gibt es bei euch nur Hosen & Co?

Leseratte, Hobbyfotografin, Globetrotter und Hobbyköchin aus Leidenschaft. Immer auf der Suche nach Neuem und Interessanten. Kreativität, Begeisterung, Liebe und meine Familie machen mein Leben so bunt. Ab und zu bin ich etwas verrückt also nicht wundern!

9 Comments

  • Sabrina Herrmann

    hi Ihr Lieben,

    bin gerade zufällig über den Blog gestoßen und obwohl ich eher selten, also eigentlich nie wo was drunter schreiben ist es mir nun doch ein bedürfniss. Tja so ist das nun mal erst wenn man was zu sagen hat, kommts raus.

    Schöner Artikel, dankeschön – hat freude gemacht es zu lesen.

    Habe letztes Jahr eine Ausbildung bekonnen in der es im Grunde um das selbe Thema geht.
    Wer Lust hat, kann gerne rein stöbern
    http://www.hawaiian-spiritual-healing-academy.com/index1.php#

    glg
    Sabrina Herrmann

  • Corinna

    In meinem Alltag gibt es alles, worauf ich gerade Lust habe. Auch eine stinknormale Jeans kann mit hochhackigen Sandalen und einem engeren Shirt aufgepeppt werden, zumal dann der Po sehr schön schwingt. ;) Nun im Moment mache ich das gerade nicht, denn ich bin schwanger, aber auch als Schwangere verzichte ich nicht auf Röcke oder tiefere Ausschnitte. :)

    Ich finde, man muss sich so anziehen, dass man sich selbst schön findet. Dieses Gefühl strahlt man dann auch auf andere aus. Italien ist für das weibliche Ego besonders gut, denn die Männer kommentieren auch schon mal lautstark, wenn ihnen eine Frau gefällt… und ich habe auch vor meiner Schwangerschaft keine Modelmaße gehabt… ich bin kleiner als du und habe auch mehr gewogen. Es kommt nicht auf die Maße an, sondern darauf, wie wohl man sich selbst in seiner Haut fühlt.

    Ich denke, dahingehend bist du an einem Punkt angekommen, an dem du mit dir im Reinen und zufrieden bist. Das macht dich selbstbewusst, schön und begehrenswert. Gratulation! :)

    • Tanja Gammer

      Danke Corinna. Oh ein Butzi ist im Anmarsch, da gratuliere ich ganz herzlich! Ja es geht in die richtige Richtung und ich fühle mich pudelwohl. Jeans trage ich auch, klar, aber die Kombi macht es dann aus. Zudem habe ich alles „Alte“ das abgenutzt ist ausgemistet und fülle nach und nach meinen Kleiderschrank auf. Ja hier und da ein paar nette Worte von Männern wäre auch hier nicht verkehrt ;-) solange sie nicht so plump sind. lg

  • Gwen

    Ja im Alltag mag ich es auch am liebsten praktisch. Ich habe aber leider auch ab und an Hemmungen wegen meiner Figur und das eine oder andere gefällt mir einfach nicht. Ich trage zum Beispiel wirklich gerne Kleider. Meine Oberarme sind aber echt dick und wenn ich das zu hause noch okay finde – ist es beim rausgehen dann eben doch was anderes.

  • Vivi H

    WOW – ein echt toller Bericht!
    Aber Schlupflider, eine große oder dicke Nase kann man gut mit Schminke kaschieren.
    Genau so mit dem richtigen Kleid für die richtige Figur ist es auch egal wie und wo man Fett hat oder zu viele Muskeln ;)

    Ich würde auch sehr gerne mal wieder Kleider oder Röcke tragen, aber bei mir ist es leider nicht möglich.
    Durch meine beiden Schwangerschaften (2010 und 2011) habe ich viel zu viel zugenommen, ich habe starkes Übergewicht und da sieht es einfach nicht schön aus.
    Aber ich arbeite daran, mich auch endlich wieder schön zu fühlen und zu frieden mit mir zu sein.

    Liebe Grüße
    Vivi

    • Tanja Gammer

      Hallo Vivi, wieso nicht, du hast ja selbst geschrieben, mit dem richtigen Kleid ;-) Mach doch, ich sehe auch immer bei Mira und Bine tolle Outfits, und beide sind zwar nicht schlank, aber als übergewichtig würde ich sie auch nie sehen. Vielleicht kannst dir da Inspiration holen. Bei der Schminke ist das so eine Sache, wenn man null Plan hat. Dafür hole ich mir am Samstag professionelle Hilfe. Bin schon gespannt. Und du BIST SCHÖN. Ich sehe es doch auf den Fotos, du hast ein so süßes Gesicht. Versteck dich nicht, das Leben ist zu kurz dafür. Mensch, theadralisch, sorry, sollte jetzt nicht so klingen. Liebe Grüße

  • Marie's Testexemplar

    Einfach nur wundervoll geschrieben.
    Auf etwas kann ich dir aber absolut nicht zustimmen auch wenn ich dich noch nie live gesehen habe: du bist perfekt wie du bist ;)
    Ich selbst kann mich nie ganz als Frau definieren. Ich fühle mich einfach nicht ganz/typisch Frau, sowohl vom Charakter her als bei meinen Verhalten. Ich weiß nicht ob man das jetzt versteht oder nachvollziehen kann.
    Von Strumpfhosen war ich noch nie Fan und die werden bei mir auch nur getragen wenn es wirklich muss. Als Frau anziehen und sexy fühlen mache ich aber und das meist im Sommer. Im luftigen Kleid oder mit einer sexy kurzen Hose findest du mich da überall egal ob beim Einkaufen, Spielplatz und zu Hause. Gegen den Gammellook hab ich aber auch gar nix, manchmal darf der einfach sein, ist bei mir aber meist nur zu Hause willkommen. Rasieren tu ich mich regelmäßig, klar Stoppel die man sieht findet man aber manchmal auch bei mir, immer ganz kahl bin ich auch nicht. Beim Schminken wirds dann schon schwieriger. Wimperntusche (selten) ja und Make-Up um die Unreinheiten abzudecken (täglich) gibt es da schon aber mehr nicht. Schmuck darf es gerne mal ne Kette sein und einen Ring ( Ehering) trag ich ja auch. Ohrlöcher hab ich nicht. Ich weiß mich weiblich anzuziehen fühle/bin aber nie ganz Frau so wie ich mir vorstelle Frau zu sein ;)

    • Tanja Gammer

      Hallo, danke für deine ehrlichen Worte. Bei den Strumpfhosen bin ich etwas eigen, nenne es Fetisch ;-) Ich fühle mich darin sehr wohl und meine Beine sehen für mich dann richtig sexy/weiblich aus. Bis jetzt bin ich immer sportlich durch das Leben gegangen und selten habe ich mich „aufgebrezelt“ oder wirklich „weiblich“ angezogen. Mich bezeichnet man vom Charakter her eher als Kumpel und besten Freund, auch für Männer. Und genau da liegt auch der Hund begraben. Klar bin ich froh, das man mich so sieht, aber ich wollte, gerade von den Männern, auch als Frau wahrgenommen werden. Ich selbst habe mein Spiegelbild einfach nie ansehen wollen, denn darin sah ich immer nur einen guten Freund mit dem man alles machen kann, aber keine leidenschaftliche Frau, die als diese gesehen wird. Ich habe auch noch Tage, an denen ich eher locker herumlaufe, meistens zuhause. Dennoch, gerade hier habe und werde ich es noch ändern, denn dort sieht mich mein Mann immer, und auch ihm möchte ich gefallen. Am Wochenende ziehe ich mich dann weiblicher an. Kleider oder Co, wie du sie trägst im Sommer, habe ich nie gemacht. Beim Schminken bin ich Laie hoch 10 ;-) Sexy habe ich mich nie gefühlt, im Gegenteil. Nun geht es aber bergauf und in die richtige Richtung. Es werden noch einige Beiträge folgen und meinen Wandel dokumentieren. Es ist schwierig, weil man schnell wieder in alte Muster fällt. Liebe Grüße

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